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29.10.2026 | Vorbericht: Männer I

HaSpo will verlustpunktfrei ins Gipfeltreffen gehen

HaSpo will verlustpunktfrei ins Gipfeltreffen gehen

Zwei der vier aufeinander folgenden Begegnungen mit den direkten Konkurrenten in der Spitzengruppe der Handball-Regionalliga Bayern der Männer hat HaSpo Bayreuth bereits gewonnen. Im dritten Spiel dieser Serie am Samstag um 18 Uhr bei HT München geht es für den Tabellenzweiten nun darum, vor dem eine Woche später folgenden Gipfeltreffen beim Spitzenreiter HG München-Fürstenfeldbruck möglichst verlustpunktfrei zu bleiben und damit maximalen Druck auf den hohen Titelfavoriten auszuüben.

Wenn nun im Hachinger Tal (HT) eine Partie vom dritten Spieltag nachgeholt wird, treffen die Bayreuther auf einen Gegner mit Parallelen zum Werdegang ihres mit 34:31 besiegten letzten Gegners TG Landshut. Auch die Münchner schafften in jüngerer Vergangenheit schon einmal als Meister der höchsten bayerischen Spielklasse den Aufstieg in die 3. Liga, und zwar genau in jenem Jahr 2023, als HaSpo dort den Klassenerhalt knapp verpasste. Ebenso wie ein Jahr später die Landshuter konnten sie sich dort aber nicht halten und stiegen auf Platz 14 der Abschlusstabelle gleich wieder ab. Allerdings betrug der Abstand zum rettenden 13. Rang nur fünf Punkte.

Seither gehören die Münchner wieder beständig zur Spitzengruppe der Regionalliga, auch wenn es in der Endabrechnung der beiden zurückliegenden Spielzeiten jeweils nur zum vierten Platz reichte. Bezeichnend dafür ist die HT-Bilanz aus den vier Duellen mit HaSpo in diesen beiden Jahren: Alle verliefen ausgeglichen, aber sieben von acht Punkten gingen letztlich verloren. Zuletzt gewannen die Bayreuther zweimal mit jeweils einem Tor Differenz (30:29 auswärts, 26:25 daheim). In der Saison davor war zwar der Auswärtssieg mit 26:22 etwas klarer ausgefallen, aber dafür reichte es daheim nur zu einem 20:20.

Diese Eindrücke bestätigt die Mannschaft von HT-Trainer Johannes Borschel auch in der laufenden Runde. Beim Saisonstart ließ sie sich zwar wohl von der Stärke des Aufsteigers HC Erlangen III überraschen und verlor mit 29:30, aber dann folgten vier völlig ungefährdete Siege. Dabei fiel vor allem die geringe Zahl an Gegentoren auf beim 36:18 in Ottobeuren und 34:17 gegen HBC Nürnberg. Auch beim letzten 38:30 gegen den SV Anzing war lange die Abwehr der entscheidende Faktor, denn kurz nach der Halbzeitpause hatte es schon 23:10 gestanden. Dank ihrer Tordifferenz könnten die Gastgeber nun mit einem Sieg gegen HaSpo vom fünften Platz gleich bis auf den zweiten springen. Allerdings hatten sie es bisher noch nicht mit einem Gegner aus der Spitzengruppe zu tun.

Als Stärke der Münchner gilt ihr breiter und ausgeglichener Kader auf der Basis des eigenen Nachwuchses in der Jugend-Bundesliga. Ihr erfolgreichster Torschütze, Maximilian Kopp (29/3) im linken Rückraum, taucht in der Torjägerliste der Liga erst an 16. Stelle auf. Florian Wastl auf der anderen Rückraumseite folgt auf Rang 26, hat elf seiner 23 Treffer aber durch Siebenmeter erzielt. Für den aus Bayreuth stammenden Yannik Meyer-Siebert. den es vor drei Jahren beruflich nach München verschlagen hat, bleibt bei so viel Konkurrenz kaum viel Spielzeit übrig. Der frühere Drittliga-Spielmacher des HaSpo-Teams kam bislang fast nur in der Abwehr zum Einsatz.

„Sie haben so viele gute Handballer auf allen Positionen, dass ich meinen Jungs gar nicht über jeden alles erklären kann“ sagt HaSpo-Trainer Mathias Bracher über die Gastgeber. „Darum beneide ich meinen Kollegen Johannes Borschel gerade jetzt.“ Im HaSpo-Kader habe die bereits in der Vorwoche spürbare Krankheitswelle nämlich nicht nachgelassen – im Gegenteil: „Am Mittwoch hatten wir zehn Feldspieler im Training – darunter ein A-Jugendlicher und drei Leute aus der zweiten Mannschaft.“ Bei allen anderen habe die Hoffnung im Vordergrund gestanden, rechtzeitig bis zum Spiel wieder einsatzfähig zu sein: „Wie weit dann der Einzelne schon wieder fit genug ist für die 60 Minuten, ist noch mal eine andere Frage.“