Vorjahres-Coup bleibt aus: HaSpo Bayreuth II unterliegt Fichtelgebirge mit 29:37
Im vergangenen Jahr machte HaSpo Bayreuth II der HSG Fichtelgebirge mit zwei Siegen noch einen Strich durch die Aufstiegsrechnung. Diesmal wollten die Bayreuther an diese Leistung anknüpfen und erneut beweisen, dass sie dem starken Gegner Paroli bieten können. Doch trotz einer zwischenzeitlichen Aufholjagd musste sich HaSpo am Ende mit 29:37 geschlagen geben.
Für die zweite Männermannschaft von HaSpo Bayreuth stand gegen die HSG Fichtelgebirge eine besondere Aufgabe an. Die Erinnerungen an die Vorjahressiege waren noch präsent, und entsprechend motiviert gingen die Bayreuther in die Partie. Sie wollten die zwei Punkte unbedingt in eigener Halle behalten. Allerdings war die HSG schon in der Vergangenheit ein unangenehmer Gegner, der vor allem mit schnellem Angriffsspiel und gutem Zusammenspiel zu überzeugen wusste. Genau das bekamen die Gastgeber von Beginn an zu spüren.
Blitzstart der Fichtelgebirge – Bayreuth schlägt zurück
Die Gäste erwischten den besseren Start und stellten HaSpo mit ihrem schnellen Stoßen und konsequenten Weiterspielen früh vor Probleme. Bereits nach gut vier Minuten lag Bayreuth mit 0:3 zurück. Doch die Gastgeber ließen sich davon zunächst nicht aus der Ruhe bringen. Bruno Fischer übernahm Verantwortung und zeigte seine Stärke im Eins-gegen-eins. Mit zwei Treffern in Folge verkürzte er den Rückstand bis zur sechsten Minute auf 2:3 und brachte HaSpo wieder zurück ins Spiel.
Die Hoffnung auf einen offenen Schlagabtausch hielt jedoch nicht lange an. Fichtelgebirge fand weiterhin gute Lösungen im Angriff und nutzte die Lücken in der Bayreuther Defensive konsequent aus. Zwar gelang es Fischer in der Folge, mit einem weiteren Treffer den Anschluss herzustellen, doch die Gäste setzten sich erneut ab. (6:10 16 Minute) Auch durch die regelmäßigen Zeitstrafen erschwerten es HaSpo, den nötigen Rhythmus zu finden. Während die HSG ihre Chancen nutzte, fehlte den Gastgebern zunehmend der Zugriff in der Abwehr. So wuchs der Rückstand bis zur Halbzeit auf sieben Tore an. Beim Stand von 14:21 ging es in die Kabinen.
HaSpo kämpft sich zurück – Fichtelgebirge bleibt konsequent
Nach dem Seitenwechsel war HaSpo gefordert, eine Reaktion zu zeigen. Die Bayreuther versuchten, im Angriff mehr Druck zu entwickeln und den Rückstand Schritt für Schritt zu verkürzen. Felix Köhler, Benjamin Müller, Bruno Fischer und Tim Hermannsdörfer übernahmen dabei Verantwortung und setzten mit ihren Treffern wichtige Akzente. Dennoch gelang es zunächst nicht, den Abstand entscheidend zu verringern.
Fichtelgebirge blieb seiner Linie treu und nutzte die Möglichkeiten, die sich durch das nicht immer konsequente Rückzugsverhalten der Gastgeber ergaben. Immer wieder kamen die Gäste zu Toren, ohne dass HaSpo den Spielfluss nachhaltig unterbrechen konnte. Zwischenzeitlich wuchs der Rückstand weiter an, und die Bayreuther mussten aufpassen, nicht endgültig den Anschluss zu verlieren.
Trotzdem gab sich die Mannschaft nicht auf. HaSpo suchte weiterhin den Weg zum Tor und versuchte, über Einzelaktionen und bessere Angriffslösungen zurück in die Partie zu finden. Doch immer dann, wenn die Gastgeber etwas näher herankamen, hatte die HSG die passende Antwort. Die Gäste spielten ihre Angriffe konsequent zu Ende und hielten den Vorsprung aufrecht. Damit blieb die erhoffte Aufholjagd aus, und die Partie entwickelte sich zunehmend zugunsten der Fichtelgebirgler.
Lehren aus der Niederlage ziehen
In der Schlussphase ließ Fichtelgebirge nichts mehr anbrennen. HaSpo erzielte zwar weitere Treffer, konnte den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Mit Toren von Tim Herrmannsdörfer, Moritz Schlitter und weiteren Spielern versuchten die Bayreuther bis zum Ende dagegenzuhalten. Die Gäste blieben entschieden und bauten ihren Vorsprung bis zum Schlusspfiff weiter aus. Am Ende stand eine deutliche 29:37-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Damit blieb HaSpo Bayreuth II hinter den eigenen Erwartungen zurück und konnte den Erfolg aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Vor allem in der Abwehr und im Rückzugsverhalten fehlte über weite Strecken die nötige Konsequenz, während im Angriff nicht alle Chancen konsequent genutzt wurden. Gleichzeitig zeigte die Mannschaft mit ihrem kämpferischen Einsatz, dass sie durchaus in der Lage ist, sich auch gegen einen starken Gegner zurückzuarbeiten.
Für HaSpo Bayreuth II spielten: Steffen Tscheuschner, Paul Kettel (2), Max Kettel (1), Moritz Schlitter (5), Carsten Hansen, Hendrik Pfaadt (1) Felix Köhler (6/3), Benjamin Müller (2), Leander Stipernitz (2), Tim Schmälzle, Tim Herrmannsdörfer (4), Leon Westphal, Sven Ewald (1), Bruno Fischer (5) ; im Tor Fabian Tannreuther, Nicolas Swidzinski.