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13.10.2026 | Spielbericht: Männer I

HaSpo scheint bereit zu sein für die Spitzenspiele

HaSpo scheint bereit zu sein für die Spitzenspiele

Mit weniger als 6:0 Punkten nach den drei Heimspielen zum Saisonstart in der Handball-Regionalliga Bayern der Männer wäre bei HaSpo Bayreuth wohl kaum jemand zufrieden gewesen. Trotzdem war der dritte Heimsieg mit 37:22 (20:8) gegen den SV Anzing nicht nur reine Pflichterfüllung, sondern durchaus ein ernsthaftes Zeichen dafür, dass der Vizemeister der zurückliegenden beiden Spielzeiten gerüstet ist für die nun folgenden vier Begegnungen mit den wahrscheinlich stärksten Konkurrenten.

Dafür spricht vor allem die hohe Überlegenheit in der ersten Halbzeit. Da überzeugte HaSpo in allen Bereichen von einer individuell robusten und mannschaftlich harmonierenden Abwehr mit einem sehr starken Torwart Robin Hennig, über die Umsetzung der Ballgewinnne in Tempospiel mit einer durchschlagskräftigen zweiten Welle, bis hin zum Positionsangriff mit minimaler Fehlerquote, der die Wurfkraft des Rückraums mit Timon Hübner, Nico Brückner, Benedict Fröhlich und Clemens Maeser durch präzise Vorbereitung zur Geltung brachte. Beide Torhüter des SV Anzing konnten dagegen wenig ausrichten. So führten die Bayreuther beim zweiten Gegentor nach mehr als 13 Minuten schon mit 7:1 und zogen über 17:6 (26.) bis zum ungewöhnlich hohen Halbzeitstand davon.

Dabei ließen sie sich auch von frühen Rückschlägen nicht beirren. Der in Abwesenheit des verhinderten Tizian Braun auf sich allein gestellte Hennig blieb von der kurzen Erschütterung durch einen Kopftreffer (10.) ebenso unbeeindruckt, wie seine Teamkollegen vom Ausfall des im rechten Rückraum nur schwer zu ersetzenden Johannes Ruoff (6.) sowie der beiden etatmäßigen Kreisspieler und Abwehrchefs Maximilian Berthold und Fabio Nicola ebenfalls noch in der ersten Halbzeit. Zwei der drei Leistungsträger gaben sich nach dem Spiel immerhin entspannt, sprachen von Vorsichtsmaßnahmen und fürchteten keine längere Zwangspause. Nur der erst kürzlich nach einer hartnäckigen Fußverletzung zurückgekehrte Kapitän Nicola äußerte sich wegen Schmerzen im Knie skeptisch: „Eine MRT-Untersuchung wird das klären müssen, aber im Moment fühlt es sich nicht gut an.“

Trotz allem änderte die frühe Vorentscheidung aber zunächst nichts an der Spielfreude der Gastgeber. Erst beim 33:15 (47.) war der höchste Abstand erreicht, ehe die Konzentration dann doch in Abwehr und Angriff allmählich nachließ. Der nie aufsteckende SV Anzing nutzte das zur Resultatsverbesserung vor allem mit zunehmendem Erfolg beim Spiel über den Kreis, auf das die HaSpo-Abwehr anfangs sehr gut eingestellt war.

HaSpo-Trainer Mathias Bracher wollte die am Ende etwas ansteigende Fehlerquote seines Teams aber nicht als Anlass für Kritik nehmen: „Die erste Halbzeit war top, da haben das die Jungs super gemacht! Man darf das aber nicht als selbstverständlich hinnehmen und zu schnell unzufrieden werden, wenn wir nicht jeden Gegner aus der Halle werfen.“ Sein Assistent Steffen Berghammer verband die guten Eindrücke gleich mit der Vorfreude auf die nun folgende Serie von großen Aufgaben. Diese beginnt am kommenden Samstag beim VfL Günzburg, der im Vorjahr als einzige Mannschaft der zurückliegenden drei Spielzeiten beide Duelle einer Saison gewonnen hat: „Da wird es richtig krachen, das wird richtig geil!“

HaSpo Bayreuth: Hennig – Nicola, Fröhlich (7), Böker, Ruoff, Brückner (8/3), Berthold (2), Rodenkirchen (3),Maeser (3), Renfordt, Goeritz (3), Eßlinger (1), Hübner (8), Schmidt (2).


Erstmals Mühe für den großen Titelfavoriten

Zu den bemerkenswerten Ergebnissen des Wochenendes gehörte der 31:28 (17:16)-Sieg der HG München-Fürstenfeldbruck beim TSV Rothenburg. Nachdem die mit Bundesliga-Ambitionen neu gegründeten „Münchner Panther“ ihre ersten drei Gegner mit einer Tordifferenz von insgesamt 56 abgefertigt hatten, lagen sie diesmal sogar noch in der zweiten Halbzeit einmal kurz im Rückstand (21:22/39.) und setzten sich erst nach dem 24:23 (45.) auf maximal vier Tore ab. Hinter dem vom SC DHfK Leipzig aus der Bundesliga geholten Lucas Krzikalla (11/4) und dem bereits für den Stammverein TuS Fürstenfeldbruck in der 3. Liga als Torjäger glänzenden Kilian Weigl (6) erzielte der frühere Bayreuther Drittliga-Spieler Tom Elschner (4) die meisten Tore für den hohen Titelfavoriten, auf den HaSpo am 8. November zunächst auswärts trifft.