Mit einem unerwartet hohen Sieg hat HaSpo Bayreuth die Saison in der Handball-Regionalliga Bayern der Männer eröffnet. Ein Endspurt mit 9:1 Toren in den letzten 15 Minuten schraubte das Ergebnis gegen den HBC Nürnberg auf 33:20 (17:10).
„Für ein Auftaktspiel mit seinen gewissen Unsicherheiten sind wir sehr zufrieden“, bilanzierte HaSpo-Co-Trainer Steffen Berghammer die Leistung gegen den als unbequem geltenden Gegner, der in der vergangenen Saison beim 29:26-Sieg bis zum Schluss einige Schwierigkeiten bereitet hatte. Dabei waren die Voraussetzungen durchaus nicht optimal. Clemens Maeser war noch nicht dabei, der angeschlagene Timon Hübner blieb planmäßig noch auf der Bank, und kurzfristig fiel noch der erkrankte Torhüter Tizian Braun aus.
Es spricht jedoch für die mannschaftliche Stärke der Bayreuther, wie sie mit diesen Problemen umgingen. Das galt besonders auffällig für die Position im Tor, denn Robin Hennig legte gleich den Grundstein für den 4:0-Start (5.) und kam mit einer beständig glänzenden Leistung letztlich auf 18 Paraden (darunter viele freie Würfe). Fabian Tannreuther aus der zweiten Mannschaft hatte sich als Alternative für den Notfall zur Verfügung gestellt und einsatzbereit gehalten, aber sein möglicher Platz auf dem Spielberichtsbogen blieb frei, um seine Spielberechtigung in der Bezirksoberliga nicht zu gefährden.
Ebenso nahtlos funktionierte die nötige Umstellung im Rückraum. Benedict Fröhlich rückte auf die Spielmacher-Position, nicht zuletzt um in der Abwehr als Gegenspieler für den Nürnberger Liga-Torschützenkönig Tiago Couto (4) verfügbar zu sein. Beide Aufgaben löste er mit Bravour und fand eine gute Balance zwischen eigener Torgefahr sowie der Zusammenarbeit mit dem ebenso treffsicheren Nico Brückner und dem gewohnt kampfstark überzeugenden Johannes Ruoff.
Somit gab HaSpo die Führung nach dem guten Start nie mehr ab. Daran änderte es auch nichts, dass in der 36. Minute Sven Goeritz und Maximilian Berthold als Stammbesetzung in der Abwehrmitte innerhalb von elf Sekunden ihre jeweils zweite Zeitstrafe erhielten. Zu diesem Zeitpunkte stand es schon 20:11, und abgesehen vom fälligen Siebenmeter im Zusammenhang mit der zweiten Strafe, ließen die Bayreuther in der doppelten Unterzahl kein weiteres Gegentor zu. Unter anderem erwies sich bei der Problemlösung in der Defensive wieder einmal die Vielseitigkeit von Stefan Wopperer als wertvoll. Zwar folgte eine Phase mit ein paar Ballverlusten zu viel, in der die nie aufsteckenden Nürnberger den Abstand auf 24:19 (46.) verkürzten, aber dafür spielte HaSpo in der verbleibenden Viertelstunde die konditionellen Vorteile aufgrund der vielen Wechselmöglichkeiten aus und erhöhte noch mit 9:1 Toren zum höchsten Vorsprung des Spiels.
HaSpo Bayreuth: Hennig – Fröhlich (8), Böker, Ruoff (1), Brückner (10/3), Berthold (3), Rodenkirchen, Schmälzle, Renfordt, Wopperer, Goeritz (7), Hübner, Schmidt (2), Schlitter.