Souverän haben die Handball-Männer von HaSpo Bayreuth beim Vorbereitungsturnier des Lichtenrader SV in Berlin ihren Pokalgewinn aus dem Vorjahr wiederholt. Nach sehr deutlichen Siegen in der Vorrundengruppe gegen die Oberligisten MTV Wünsdorf (26:18) und Gastgeber Lichtenrader SV (31:17) waren auch die Erfolge am zweiten Tag ungefährdet. Im Halbfinale beim Vergleich der Regionalligen Bayern und Ostsee/Spree wurde der BFC Preußen Berlin mit 21:12 ausgeschaltet, und das Endspiel gegen den Oberliga-Dritten SG Hermsdorf/Waidmannslust endete 20:12. Die Spielzeit betrug jeweils zweimal 20 Minuten.
Auch wenn das Niveau insgesamt nicht höchsten Ansprüchen gerecht wurde, war der Erfolg in dieser Deutlichkeit nicht selbstverständlich. Schließlich wurde Johannes Ruoff geschont, weil bei ihm bereits nach fünf Minuten muskuläre Probleme aufgetreten waren, und auch Timon Hübner wurde vorsichtshalber nicht mehr eingesetzt, nachdem er ebenfalls schon im ersten Spiel bei einer Eins-gegen-eins-Aktion auf Schulter und Kopf gefallen war. Da Nico Brückner und Timo Böker ohnehin nicht dabei waren und Clemens Maeser erst am zweiten Tag zur Verfügung stand, musste folglich im Rückraum viel improvisiert werden. Das gelang jedoch problemlos mit kluger Spielführung von Neuzugang Philip Eßlinger in der Mitte, einem fokussierten und entsprechend effektiven Benedict Fröhlich auf der linken Seite und einem überzeugenden Moritz Schmidt auf der rechten, der sogar zum wertvollsten Spieler (MVP) des Turniers gewählt wurde.
Trotz allem hatte HaSpo aber nur einmal einige Schwierigkeiten, und zwar im Halbfinale, als Preußen Berlin mit einer sehr harten Gangart bis zur Halbzeitpause nicht mehr als eine 9:8-Führung der Bayreuther zuließ. Dabei schied Maximilian Berthold schon nach zwei Minuten mit einer Platzwunde aus. Doch auch auf dieser Position bewies der junge Tim Schmälzle als Alternative die Homogenität im HaSpo-Kader, sodass der Regionalliga-Vergleich in der zweiten Hälfte doch auch eindeutig ausfiel.
HaSpo Bayreuth: Braun (0 Tore), Hennig (0 Tore gegen Wünsdorf; 2 gegen Lichtenrade; 2 im Halbfinale; 0 im Endspiel) – Goeritz (1; 3; 1; 1), Müller (1; 1; 0; 0), Eßlinger (7/3; 5/1; 3/2; 5/3), Hübner (2; -; -; -), Fröhlich (4; 6; 6; 3), Wopperer (0; 1; 0; 0), Schlitter (1; 2; 0; 2), Renfordt (1; -; 2; 1), Ruoff (1; -; -; -), Schmidt (2; 3; 4; 2), Rodenkirchen (3; 3; 0; 3), Berthold (3; 3; 0; 1), Schmälzle (0; 2; 1; 3), Maeser (-; -; 2; 1).