Es sind wahrscheinlich nicht die stärksten Gegner während der Testspiele vor der neuen Saison in der Handball-Regionalliga Bayern, denen die Männer von HaSpo Bayreuth an diesem Wochenende gegenüber stehen, aber trotzdem bildet das Turnier des Lichtenrader SV in Berlin einen besonderen Schwerpunkt im Vorbereitungsprogramm. Schließlich bietet die Reise von Freitag bis Sonntag neben vier Spielen auch einigen Raum für gemeinsame Aktivitäten zur Förderung des Teamgeistes außerhalb der Halle.
Rein sportlich haben die Bayreuther bei der Großveranstaltung mit einem parallel laufenden Frauen-Turnier und drei Wochen später folgenden Nachwuchswettbewerben den Gewinn des LSV-Cups aus dem Vorjahr zu verteidigen. Dafür muss sich der Vizemeister der Regionalliga Bayern in der Vorrunde am Samstag zunächst um 16.20 Uhr mit dem MTV Wünsdorf auseinandersetzen, der die vergangene Saison als Tabellenfünfter der Oberliga Brandenburg abgeschlossen hat, und trifft dann auf den Ausrichter Lichtenrader SV, der in der Oberliga Berlin Vizemeister geworden ist.
In der anderen Gruppe mit drei Berliner Vereinen dürfte die SG Schöneberg/Friedenau als Favorit gelten nach einem dritten Platz in der Regionalliga Ostsee/Spree, während der BFC Preußen dort auf Rang neun gelandet ist. Die SG Hermsdorf/Waidmannslust spielte eine Liga darunter in der Oberliga Berlin und wurde Dritter.
Am Sonntag folgen dann jeweils im Wechsel mit den Frauen die Spiele der Gruppendritten um den fünften Platz sowie die Halbfinals und die Endspiele um die Plätze drei und eins. Die Spielzeit beträgt jeweils zweimal 20 Minuten mit fünfminütiger Pause. Das gesamte Turnier wird live im Internet übertragen bei sprungwurf.tv.
Wie fast immer während der Vorbereitung muss HaSpo mit leicht veränderter Besetzung auskommen. Diesmal werden Nico Brückner und Timo Böker fehlen, während Neuzugang Clemens Maeser wieder dabei ist.
Knapper Sieg beim Regionalligisten HC Einheit Plauen
Zwei Tage vor der Abfahrt nach Berlin haben die Bayreuther noch ein weiteres Testspiel in Plauen absolviert. Nach dem 27:26 (9:13) beim Drittligisten SV Oberlosa folgte nun ein ebenso knapper Sieg mit 28:27 beim HC Einheit Plauen, der in der zurückliegenden Spielzeit nur mit etwas Mühe auf dem zwölften Platz den Klassenerhalt in der Regionalliga Mitteldeutschland geschafft hat. Dabei lag HaSpo erneut bei Halbzeit mit vier Toren im Rückstand (13:17) , um sich nach einer Wende zur 27:24-Führung am Ende doch einigermaßen sicher durchzusetzen.
Entscheidend dafür war wieder die Steigerung der in der ersten Halbzeit ungewohnt passiven Abwehr. „Da hat man gesehen, dass es mit halbem Gas nicht geht“, sagt Co-Trainer Steffen Berghammer. „Aber die Reaktion der Mannschaft war wieder stark.“ Dabei bewies das mit 16 Spielern voll besetzte Aufgebot wieder seine Ausgeglichenheit, denn niemand erzielte mehr als drei Feldtore. „Wir haben ohne Blick auf das Ergebnis gleichmäßig durchgewechselt“, erklärt Berghammer. So wurde auch die dritte Zeitstrafe gegen Maximilian Berthold am Kreis durch den jungen Tim Schmälzle gut kompensiert. Wertvolle Impulse von der Bank gab auch Mats Renfordt.
HaSpo Bayreuth: Braun, Hennig – Goeritz (2), Müller, Brückner (7/5), Fröhlich (3), Hübner (2), Böker (1), Eßlinger (1), Ruoff (3), Schmidt (1), Rodenkirchen (2), Berthold (2), Schmälzle (2), Renfordt (1), Wopperer (1).