Im vierten Testspiel gegen eine höherklassige Mannschaft bei den Vorbereitungen auf die neue Saison in der Handball-Regionalliga Bayern der Männer ist HaSpo Bayreuth der dritte Sieg gelungen. Beim SV 04 Plauen-Oberlosa aus der 3. Liga Nord-Ost setzte sich das Team von Trainer Mathias Bracher trotz eines 9:13-Rückstand bei Halbzeit letztlich mit 27:26 durch.
Dabei fällt auf den ersten Blick auf, dass in der zweiten Spielhälfte genau doppelt so viele Tore erzielt wurden wie in der ersten. Zwar hatten die Bayreuther trotz recht ungewohnter Besetzung (unter anderem ohne etatmäßigen Rechtsaußen, dafür erstmals mit Mats Renfordt, der nach beruflicher Rückkehr wieder zur Verfügung steht) zunächst mit glänzender Abwehr und Tempospiel einen 4:1-Start (5.) hingelegt. Danach ließen sie sich allerdings von der oft unsauberen Spielweise der Gastgeber aus dem Konzept bringen, obwohl das junge Schiedsrichterinnenpaar ganz ausgezeichnet damit umging. Mangelnde Konzentration auf das Wesentliche führte zum 5:6-Rückstand, der bis zur Pause sogar recht deutlich anwuchs.
Das erklärte Ziel für den zweiten Durchgang, sich von Provokationen fernzuhalten, führte dann anfangs zu etwas zu viel Zurückhaltung in der Abwehr, was den Abstand bis auf 14:20 (38.) erhöhte. Dann fand HaSpo aber das richtige Maß und erzwang trotz einer Phase von über 90 Sekunden in zweifacher Unterzahl durch einen 7:0-Lauf die Wende zur 21:20-Führung. Grundlage dafür war die hervorragende Abwehr, die nicht nur aggressiv in den Zweikämpfen agierte, sondern auch aktiv den Gegner vor neue Aufgaben stellte und dadurch zu Gegnern zwang. Davon war auch der slowenische Liga-Torschützenkönig Matevz Kunst nicht ausgenommen, obwohl der mit 8/2 Toren schon seine Klasse unter Beweis stellte. HaSpo hatte auf den Halbpositionen mit Johannes Ruoff und Nico Brückner sogar mehr Durchschlagskraft zu bieten, obwohl Timon Hübner krankheitsgeschwächt war und nur eingeschränkt zum Einsatz kam.
Wesentlichen Anteil an der Wende hatte Torhüter Tizian Braun, der zehn seiner elf Paraden in den letzten 20 Minuten verzeichnete. Darunter waren ebenso zwei Siebenmeter, wie in der ersten Halbzeit bei Robin Hennig (von insgesamt sieben). So brachte HaSpo den Sieg über eine 25:22-Führung (54.) sogar recht sicher ins Ziel, obwohl noch einmal eine Unterzahl zu überstehen war und die Plauner in der Schlussphase auf sieben Feldspieler setzten.
Am kommenden Mittwoch fährt das HaSpo-Team gleich noch einmal nach Plauen. Um 20 Uhr steht dann dort der Vergleich mit dem Regionalligisten HC Einheit auf dem Programm.
HaSpo Bayreuth: Hennig, Braun – Goeritz (1), Fröhlich (3), Ruoff (8), Berthold (2), Schmälzle, Hübner (2), Brückner (9/1), Wopperer (1), Schlitter, Renfordt, Maeser (1).