News

31.07.2026 | Vorbericht: Männer I

HaSpo-Test beim Tschechischen Meister

HaSpo-Test beim Tschechischen Meister

Ein Höhepunkt in den Vorbereitungen von HaSpo Bayreuth für die kommende Saison in der Handball-Regionalliga Bayern der Männer steht an diesem Samstag (1. August) auf dem Programm. Der Vizemeister der vergangenen beiden Spielzeiten besucht den amtierenden Tschechischen Meister Talent Pilsen. Die Bayreuther reisen bereits am Freitag an, dürfen am Samstag von 11.30 bis 13 Uhr die Halle der Gastgeber für eine Trainingseinheit nutzen und treten dann um 18 Uhr zu einem Testspiel an.

Talent Pilsen gehört zu den beständigen Spitzenclubs der höchsten Spielklasse Tschechiens (Extraliga). Schon in der früheren Tschechoslowakei gewann er 1974 einmal die Meisterschaft, und seit der Selbstständigkeit der Tschechischen Republik folgten dann noch neun weitere nationale Titel – darunter sieben in den zurückliegenden 13 Jahren. Aktueller Meister wurde das Team als Tabellenzweiter der Hauptrunde in einem dramatischen Playoff-Finale gegen Spitzenreiter HC Karvina. Nach zwei Auswärtsniederlagen zu Beginn der Best-of-five-Serie mit 34:35 und 23:27 gelangen zwei Heimsiege mit 29:25 und 31:24 zum Ausgleich, ehe das extrem spannende entscheidende Spiel in des Gegners Halle mit 29:28 gewonnen wurde.

Drei Spieler aus Pilsen gehörten bei der Europameisterschaft dieses Jahres in Dänemark, Schweden und Norwegen zum Kader der Tschechischen Nationalmannschaft. Der 2,12 Meter große Daniel Blaha im linken Rückraum war mit fünf Toren der erfolgreichste Werfer dieses Trios vor dem ebenfalls erst 20 Jahre alten Linkshänder Dominik Skopar (3) und dem 32-jährigen Aufbauroutinier Jakub Douda (2). Die Mannschaft schnitt mit dem 17. Platz zwar nicht gerade glorreich ab, hatte in einer Gruppe mit Frankreich und Norwegen allerdings auch keine guten Chancen auf einen der beiden Hauptrundenplätze. Nach einer hohen 28:42-Niederlage gegen die Franzosen war die Leistung beim 25:29 gegen den Co-Gastgeber aber aller Ehren wert. Noch in der 56. Minute lag beim Stand von 25:27 eine handfeste Überraschung in greifbarer Nähe. Der abschließende 38:29-Sieg gegen die Ukraine reichte dann nicht mehr für eine bessere Einstufung unter den sechs Gruppendritten.

„Das ist ein Gegner von einem Kaliber, das wir nur selten bespielen“, sagt HaSpo-Co-Trainer Steffen Berghammer. „Aber Talent Pilsen hat natürlich einen großen Kader. Da müssen wir erst mal abwarten, wer da tatsächlich gegen uns auf dem Feld steht.“ In jedem Fall müsse man sich an beiden Enden des Feldes auf einen körperlich überlegenen Gegner einstellen: „Das wird interessant, wie wir dagegen in der Abwehr bestehen und im Angriff zum Zuge kommen. Wie werden bestimmt an unsere Grenzen gehen müssen und vielleicht auch darüber hinaus.“ Immerhin werden die Bayreuther das Abenteuer mit guter Besetzung in Angriff nehmen können. Sorgen bereitet aktuell nur Torwart Robin Hennig, der von einem Kopftreffer beim Spiel gegen HC Erlangen II (29:34) eine Blessur am Auge davon getragen hat. Ansonsten fehlt wahrscheinlich nur der noch nicht in Bayreuth verwurzelte Neuzugang Clemens Maeser.


Wieder drei Heimspiele zum Saisonstart

Eine Spielverlegung sorgt dafür, dass HaSpo die Regionalliga-Saison genau wir im Vorjahr mit drei Heimspielen eröffnet – und wieder liegt es an HT München: Nach den Heimspielen gegen HBC Nürnberg (19. September) und TSV Ottobeuren (26 September) war am 3. Oktober ursprünglich die Partie im Hachinger Tal (HT) vorgesehen, doch die Gastgeber haben um eine Verlegung auf 31. Oktober gebeten. So spielt HaSpo nun am 10. Oktober gegen den SV Anzing ein drittes Mal im heimischen Schulzentrum Ost, ehe am 17. Oktober beim VfL Günzburg die erste Auswärtsaufgabe auf dem Programm steht.