Frauen Regionalliga
HaSpo Bayreuth – SV München-Laim 23:29 (9:16)
Im abschließenden Saisonspiel der HaSpo-Frauen in der Regionalliga wurden die Gäste aus Oberbayern ihrer Favoritenrolle gerecht und holten mit dem 23:29-Sieg in der Abschlusstabelle sogar die bayerische Vizemeisterschaft.
Gerade die erste Halbzeit belegte, warum die Bayreutherinnen nach nur einem Jahr in der höchsten bayerischen Liga direkt wieder in die Oberliga-Nord absteigen müssen. Nach einem ausgeglichenen Auftakt bis zum 5:5 in der 8. Spielminute riss auf Bayreuther Seite der Faden und man musste nach einer 1:8-Serie durch die Münchnerinnen den bereits vorentscheidenden 6:13 Rückstand (23.) hinnehmen. Grund hierfür war die erneut zu hohe Anzahl an mitunter sehr leichten Ballverlusten durch technische Fehler (17 im ersten Durchgang!), was sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison gezogen hatte.
Doch ebenfalls wie in fast allen Saisonspielen ließen sich die HaSpo-Frauen davon nicht ihren Kampfgeist und Einsatzwillen nehmen. Und dieser wurde zumindest damit belohnt, dass man die zweite Halbzeit noch mit 14:13 für sich entscheiden konnte.
Vor einer tollen Kulisse wurden schließlich gleich mehrere Spielerinnen nach Abpfiff der Partie verabschiedet. Nach Beendigung ihres Studiums oder aus anderen beruflichen Gründen werden sie nächste Saison leider nicht mehr für die HaSpo-Frauen auflaufen können.
»Wir stehen jetzt vor einem Neuanfang«, sieht Vorstand und Trainer Andreas Berghammer der Zukunft entgegen. »Es bleiben einige Leistungsträgerinnen und dazu müssen wir neue und junge Spielerinnen einbauen, wodurch sich auch im System Veränderungen ergeben werden.« Der Blick ist also bereits in die Zukunft gerichtet, doch abschließend zur diesjährigen Saison findet Berghammer: »Ich bin davon überzeugt, dass die abgelaufene Saison für alle Spielerinnen in der Entwicklung und für die Sammlung von Erfahrungen sehr wertvoll war.«
HaSpo spielte im Tor mit Alina Vizethum und Hanna Bauer. Im Feld mit: Annika Friedrichs (2), Lena Eckert (6), Anna Mahl (8/2), Karla Steiner, Sophie Braun (2), Lisa Knapp (3), Greta Pfeifer (1), Bianca Dahinten, Anouk Erdrich (1).
Andreas Berghammer