Eine Reihe von drei Auswärtsspielen in der der Handball-Regionalliga Bayern der Männer endet für HaSpo Bayreuth mit dem Auftritt beim Schlusslicht. Beim noch sieglosen Neuling TSV Ismaning will der Tabellenzweite am Samstag um 19.30 Uhr für das folgende Spitzenspiel gegen den ambitionierten Fünften HT München werben.
Nach der zweiten Niederlage der Saison mit 29:30 beim TSV Rothenburg erscheint der TSV Ismaning als idealer Aufbaugegner für die Bayreuther. Dafür spricht nicht nur der überaus deutliche HaSpo-Sieg im Hinspiel mit 36:22. Schließlich haben die Münchner in ihren bisherigen 13 Spielen erst einen einzigen Punkt gewonnen, und zwar am zehnten Spieltag mit 32:32 im Stadtderby gegen den TSV Allach.
Gerade in heimischer Halle waren sie nach dem enttäuschenden Saisonstart gegen Mitaufsteiger TSV Haunstetten (20:27) durchaus nicht immer chancenlos. Respektable Ergebnisse gelangen nicht zuletzt gegen die bisher einzigen beiden HaSpo-Bezwinger Rothenburg (31:32) und Günzburg (27:31). Ein Klassenunterschied wurde lediglich gegen den Titelfavoriten und neuen Spitzenreiter SG Regensburg deutlich (20:40). Auch in den ersten Spielen nach dem Jahreswechsel waren die Ismaninger in Lohr (24:29) und beim TSV Haunstetten (31:34) nicht chancenlos, aber für Hoffnungen auf den Klassenerhalt waren diese Niederlagen gegen Mannschaft aus dem unteren Drittel der Tabelle eher enttäuschend.
HaSpo-Trainer Mathias Bracher möchte den Gegner aber nicht allein nach dem Tabellenstand beurteilen: „Die spielen eigentlich einen schönen Handball. Sie machen nur zu viele Fehler, wenn sie unter Druck gesetzt werden – also müssen wir genau das hinbekommen.“ Konzentration auf einzelne Leistungsträger sei bei der ausgeglichenen Besetzung der Gastgeber nicht die Hauptaufgabe. Der erfolgreichste Werfer des TSV Ismaning erscheint in der Torschützenliste der Liga erst an 33. Stelle mit einem Schnitt von 3,75 in Person von Yannick Tescher im linken Rückraum, der auch beim Hinspiel in Bayreuth die meisten Feldtore erzielt hat (vier). „Aufbaugegner“, die sich allein mit spielerischer Überlegenheit dominieren lassen, sieht Bracher für seine Mannschaft aber grundsätzlich nicht: „Natürlich haben wir den Anspruch, dort zu gewinnen. Aber wir müssen uns immer alles erkämpfen.“
Als Problem für seine Mannschaft habe es sich in den Spielen des neuen Jahres gezeigt, im oft personell geschwächten Rückraum einen druckvollen Aufbau zu entwickeln und Tore aus der zweiten Reihe zu erzielen – verbunden mit Mängel bei der Chancenverwertung: „Auch in Rothenburg hätten wir mit einer halbwegs ordentlichen Trefferquote gewonnen“, sagt Bracher, der aber auch von einer unglücklichen Niederlage spricht: „Unsere Aufholjagd war richtig gut, aber dann hatten wir Pech bei der letzten Aktion. Unmittelbar vor dem entscheidenden Gegentor wäre uns um ein Haar ein Ballgewinn gelungen. Dann hätten wir unsererseits die Chance zum Siegtor gehabt.“
Auf ein komplettes Aufgebot in Bestform wird der HaSpo-Trainer auch diesmal nicht hoffen dürfen. Der zuletzt krankheitsbedingt fehlende Kapitän Fabio Nicola und der nur in der Abwehr eingesetzte Sven Goeritz konnten zwar wieder trainieren, Benedict Fröhlich aber nicht und Stefan Wopperer nur wenig. „Ich verstehe gar nicht, wie es andere Teams schaffen, in dieser Jahreszeit gesund zu bleiben“, sagt Bracher. „Die Rothenburger waren komplett und wirkten topfit.“