HaSpo Bayreuth hat in der Handball-Regionalliga Bayern der Männer im 14. Saisonspiel die zweite Niederlage hinnehmen müssen. In einer knappen Partie beim TSV Rothenburg unterlag der bisherige Tabellenführer mit 29:30 (13:12) und musste die Spitzenposition an die SG Regensburg abgeben, die am Tag davor das Verfolgerduell gegen die TG Landshut mit 32:29 für sich entschieden hatte.
„Das Spiel musst du nicht verlieren“, ärgerte sich Co-Trainer Steffen Berghammer, „letztendlich ist die Niederlage aber erklärbar.“ 18 Fehlwürfe, in den meisten Fällen freie Bälle gegen den Torwart, und zehn technische Fehler seien einfach zu viel gewesen. „In den letzten Wochen hat es noch gereicht, diesmal nicht.“ Nach elf Minuten war HaSpo durch Tim Lorenz erstmals in Führung gegangen (6:5) und hatte beim 11:7 (21.) vier Tore Vorsprung. Und auch in der ersten Minute nach der Halbzeit zog der Gast gleich wieder auf 15:12 davon. „Wir sind sehr gut rausgekommen, und ich dachte, dass wir das Momentum hätten. Zu viele Leute auf dem Feld haben aber nicht ihre normale Leistung gebracht. Wir hatten auch nur zwei gehaltene Bälle in der zweiten Halbzeit und haben das Torhüterduell klar verloren“, erklärte Berghammer die Wende zum 22:26 (50.) aus HaSpo-Sicht.
Dennoch kämpften sich die Bayreuther 55 Sekunden vor Schluss noch einmal zum Ausgleich. „Wir haben die Abwehr umgestellt – vielleicht nicht früh genug – und hatten dann viele Ballgewinne. Auch wenn wir das Engagement erwarten, muss man schon den Hut ziehen, dass wir nicht aufgegeben haben und fast belohnt worden wären.“ Der Torschütze zum 29:29 hieß wieder Lorenz, der mit seinen sechs Treffern auch gemeinsam mit Benedict Fröhlich bester HaSpo-Werfer und laut Berghammer „ein Lichtblick“ war. „Er hat viel Verantwortung übernommen.“ Was dann folgte, war für Berghammer wieder ärgerlich: „Sie konnten die letzten 50 Sekunden ohne Zeitspiel komplett ausspielen. Dann spielen sie den Ball durch den Kreis, treffen den Pfosten, und es wird auf Abwehr durch den Kreis und Siebenmeter entschieden. Die Schiedsrichter haben gut gepfiffen, aber da hätte ich mir etwas mehr Fingerspitzengefühl gewünscht.“ Rothenburg nutzte die Gelegenheit zum Siegtreffer.
Die Niederlage will Berghammer aber nicht darauf schieben, auch nicht auf das Fehlen von Fabio Nicola in der Abwehr oder dass der angeschlagene Sven Goeritz nur in der Abwehr spielen konnte. „Wir hätten ja trotzdem gewinnen können, wenn wir eine normale Leistung gebracht hätten. Dann wären wir jetzt mit Regensburg oben statt zwei Punkte dahinter.“ Trainer Mathias Bracher nahm die Niederlage gar auf seine Kappe: „Wir hätten fünf Minuten früher umstellen müssen, denn das hat super funktioniert.“
Haspo Bayreuth: Braun, Hennig – Lorenz (6), Fröhlich (6), Böker (5/5), Ruoff (3), Berthold (4), Rodenkirchen, Meyer-Siebert, Wopperer, Fischer, Goeritz, Schmidt (5).
Quelle: Nordbayerischer Kurier