Die Tabellenführung in der Handball-Regionalliga Bayern der Männer muss HaSpo Bayreuth nun in drei Auswärtsspielen in Folge verteidigen. Zum Abschluss der Vorrunde beginnt diese Serie am Samstag um 20 Uhr in Augsburg beim Aufsteiger TSV Haunstetten, der auf dem vorletzten Platz um den Klassenerhalt kämpfen muss.
Die Gastgeber waren von ihrem Aufstieg selbst ein wenig überrascht, nachdem sie die vergangene Saison der Oberliga Süd mit 28:16 Punkten und klarem Rückstand zum TSV Ismaning (38:6) abgeschlossen hatten. In der Relegation galten sie daher eher als Außenseiter gegen den ASV Cham, der seinerseits nur ganz knapp die Meisterschaft in der Nord-Gruppe verpasst hatte. Doch Haunstetten setzte sich dank eines klaren 36:27-Heimsiegs durch, obwohl der Vorsprung im Rückspiel beim 24:31-Rückstand (54.) fast aufgebraucht war (Endstand 28:32).
Der Saisonbeginn in der höchsten bayerischen Liga gab den Schwaben dann Anlass zur Zuversicht, denn beim Mitaufsteiger TSV Ismaning kehrten sie mit einem 27:20-Sieg die Kräfteverhältnisse aus dem Vorjahr sehr deutlich um. Seither folgten jedoch elf Niederlagen. Dabei kamen sie nur dreimal mit weniger als 33 Gegentoren davon, aber darunter waren immerhin die letzten beiden Spiele. Vor der Feiertagspause weckte das 24:27 beim SV Anzing die Hoffnung auf einen Aufwärtstrend, die sich zum Start in neue Jahr beim TSV Rothenburg mit 18:29 aber nicht erfüllte.
Bei so vielen Argumenten für eine Favoritenstellung der Bayreuther ist es für HaSpo-Trainer Mathias Bracher vielleicht gar nicht schlecht, dass die letzte eigene Leistung seiner Mannschaft zur Konzentration mahnt: „Natürlich müssen wir im Angriff weniger Fehler machen und unsere Würfe verbessern“, sagt er in Erinnerung an den glanzlosen 22:16-Sieg gegen den TSV Lohr. „Wir dürfen nie vergessen, dass wir unsere Siege erkämpfen müssen. Wir schießen unsere Gegner nicht mit 40:20 ab, wie es die Regensburger regelmäßig tun.“
Somit liegen die wichtigsten Aufgaben wieder einmal zunächst in der Defensive. „Haunstetten verfügt über wurfkräftige Schützen, die gefährlich sein können“, sagt Bracher. Die interne Torschützenliste führt Felix Pfänder an, der mit 57 Treffen (bei nur einem Siebenmeter) im Ligavergleich an zehnter Stelle liegt. „Aber sie neigen oft zu Fehlern, und das müssen wir nutzen, um über eine kompakte Deckung zu Gegenstößen zu kommen.“ Auf der anderen Seite müsse man sich auf eine sehr offensive Abwehr einstellen: „Die spielen eine 3-3-Formation fast so wie wir. Das machen inzwischen einige Mannschaften ähnlich, aber es ist schon noch ungewöhnlich.“
Für die Einstellung auf diese Aufgabe fehlte dem HaSpo-Coach eine Trainingseinheit, weil die Halle am Montag aufgrund der Witterung gesperrt war: „Das konnte ich nicht recht nachvollziehen.“ Zudem meldete sich nach dem zuletzt fehlenden Maximilian Berthold nun Tim Lorenz krank: „Ich hoffe nur, dass sich jetzt nicht alle gegenseitig anstecken. Diese Sorge haben um diese Jahreszeit sicher viele Mannschaften, aber mit unserem ohnehin dünnen Kader können wir es besonders schwer verkraften.“