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09.01.2026 | Vorbericht: Männer I

HaSpo startet mit Heimspiel ins neue Jahr

HaSpo startet mit Heimspiel ins neue Jahr

Mit einem Heimspiel eröffnet HaSpo Bayreuth in der Handball-Regionalliga Bayern der Männer das neue Jahr. Als erster Gast stellt sich der TSV Lohr am Samstag um 19.30 Uhr im Schulzentrum Ost vor. Dabei lässt sich die Favoritenrolle des Tabellenführers kaum leugnen, denn die Unterfranken liegen mit 7:15 Punkten auf Platz elf am Rande der Abstiegszone. Zudem haben sie bisher ausschließlich in heimischer Halle gepunktet und alle sechs Auswärtsspiele verloren.

Für Zuversicht im HaSpo-Lager sorgt aber vor allem die eigene Ausgangslage. Die Pause von vier Wochen seit dem eindrucksvollen Punktgewinn mit einem Minikader beim eigentlichen Titelfavoriten SG Regensburg (28:28) hat nämlich wie erhofft ausgereicht, die lange Zeit sehr angespannte Personalsituation deutlich zu verbessern. Stefan Wopperer und Moritz Schmidt werden wieder im Aufgebot erwartet, was die Wechselmöglichkeiten im Rückraum und auf der rechten Angriffsseite erheblich erweitert. Auch Spielmacher Yannik Meyer-Siebert nimmt wieder am Training teil, aber ein Einsatz erscheint noch fraglich. „Er hatte eine wirklich große Fußverletzung, da ist Vorsicht geboten“, erklärt Steffen Berghammer, der Co-Trainer von Mathias Bracher.

Noch längere Zeit fehlen wird somit nur Nico Brückner, der sich zu Saisonbeginn als Torjäger aus dem Rückraum in den Vordergrund gespielt hatte, dann aber durch eine Rückenverletzung ausfiel. „Vor Februar wird das gar kein Thema, aber wir geben ihm alle Zeit, die nötig ist, und planen erst mal gar nicht mit ihm“, sagt Berghammer. Zunächst müsse abgewartet werden, wie sich bisherige Behandlungen ausgewirkt haben.

Für eine optimale Vorbereitung auf den zweiten Saisonabschnitt hat die Zeit allerdings doch nicht gereicht. „Wir hatten ja zunächst nicht viele Feldspieler beim Training“, erklärt Berghammer. Der größere Teil der Spielpause sei daher mit individueller Arbeit überbrückt worden: „Nicht zuletzt mit Blick auf die Vorbeugung vor neuen Blessuren.“ Erst am Montag dieser Woche stand wieder Mannschaftstraining auf dem Programm.

TSV Lohr mit neuem namenhaften Trainer

Bei der Vorbereitung auf die erste Aufgabe des neuen Jahres dürfte es auch darum gegangen sein, den Gegner nicht zu unterschätzen. Der Tabellenstand täuscht nämlich darüber hinweg, dass der TSV Lohr im letzten Spiel vor der Pause mit einem überlegenen 35:21-Sieg gegen den Tabellenvorletzten TSV Haunstetten einen klaren Leistungsunterschied zu den Abstiegsplätzen deutlich gemacht hat. Somit ist ihm in der kommenden Woche zum Abschluss der Vorrunde gegen Schlusslicht TSV Ismaning zweifellos zuzutrauen, den Kontakt zum Mittelfeld herzustellen.

„Dort verorte ich sie auch“, sagt Berghammer über die als „Lohrer Füchse“ antretenden Unterfranken. „Sie haben eine gute erste Sechs mit viel Erfahrung, die schon ein richtig unangenehmer Gegner sein kann.“ Dazu gehören Maximilian Schmitt im Rückraum und Franziskus Gerr am Kreis, die beide schon für den HSC Bad Neustadt in der 3. Liga gespielt haben und zusammen auch einen robusten Mittelblock in der Abwehr bilden. Schon fast als „lokale Legende“ darf man Torwart-Routinier Tamas Szabo bezeichnen. Als Verstärkung für diese Saison hat sich der 23-jährige Ungar Patrik Dobos im linken Rückraum erwiesen, der die interne Torschützenliste mit einem Schnitt von 4,09 anführt, dabei allerdings auch für die Siebenmeter zuständig ist (45/19 in elf Spielen).

Die bemerkenswerteste Personalie meldete der TSV Lohr aber erst unmittelbar vor der Feiertagspause. Der seit drei Jahren tätige Trainer Bernd Becker räumte seinen Posten zugunsten eines Nachfolgers mit internationalem Ruf: Peter David. Der 59-Jährige hat in seiner aktiven Zeit 109 Länderspiele absolviert (erst 66 für die Tschechoslowakei, dann noch 43 für die unabhängige Slowakei) und arbeitete später als Trainer unter anderem für den damaligen Bundesligisten TV Großwallstadt. 2012 und 2013 war er sogar für die slowakische Nationalmannschaft verantwortlich.
Dieser Name erhöht auch bei Steffen Berghammer noch einmal den Respekt vor dem Gegner: „Das ist schon eine krasse Nummer für die Liga! Das wird bei den Spielern für zusätzliche Motivation sorgen, sich zu beweisen. Und er wird sich bestimmt auch etwas Neues einfallen lassen, das uns überraschen könnte. Allerdings ist das dann für seine Mannschaft auch noch fast genauso neu wie für uns.“