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23.11.2025 | Spielbericht: Männer II

Eiskalt zum Sieg: M2 trotzt frostigen Bedingungen

Eiskalt zum Sieg: M2 trotzt frostigen Bedingungen

Im Topspiel der Bezirksoberliga trafen mit der HSG Fichtelgebirge und HaSpo Bayreuth II der Tabellenzweite und -dritte aufeinander. Die Rollenverteilung vor dem Spiel: Fichtelgebirge war seit zwei Jahren zuhause ungeschlagen und ging entsprechend als vermeintlicher Favorit in die Partie, während HaSpo trotz der engen Tabellenkonstellation als leichter Außenseiter nach Marktredwitz anreiste.

Der Auftakt in der bitterkalten Halle hätte aus Bayreuther Sicht kaum schlechter laufen können. Nach wenigen Minuten lag das Team mit 0:3 hinten, ehe Schmälzle, Seggewiß und Rodenkirchen die Partie wieder ins Gleichgewicht brachten. Mit zunehmender Spielzeit fand HaSpo immer besser ins Spiel, zeigte im Angriff mehr Entschlossenheit und stabilisierte die Abwehr, sodass das Ergebnis erstmals auf 7:8 gedreht werden konnte. Besonders im Tor glänzte Fabian Tannreuther mit starken Paraden und ließ sich selbst von mehreren Gesichtstreffern nicht aus dem Konzept bringen. In einem intensiven, ausgeglichenen Schlagabtausch ging Bayreuth schließlich mit einer knappen 14:15-Führung in die Halbzeit.

Im zweiten Durchgang blieb das Spiel hart umkämpft. Fichtelgebirge gelang es mehrfach, sich leicht abzusetzen, doch HaSpo zeigte große Moral und arbeitete sich immer wieder zurück. Besonders Lorenz, Müller und Seggewiß prägten das Offensivspiel der Gäste. Trotz blutiger Nase und einiger Unterzahlsituationen blieb Bayreuth nervenstark.

Die Schlussphase war hochdramatisch: Nach dem 29:28 der HSG sah alles danach aus, als würde ihre beeindruckende Heimserie erneut halten. Doch HaSpo gab nicht auf – Rodenkirchen stellte auf 29:29. Im Gegenzug wurde der Ball defensiv eigentlich stark erobert, jedoch direkt wieder dem Gegner in die Hände gespielt. Dessen Abschluss landete vom Pfosten im Seitenaus, worauf Tannreuther blitzschnell reagierte und per schnellem Einwurf das Spiel wieder eröffnete. So kam HaSpo in den letzten Sekunden noch einmal in den Angriff. Eine Sekunde vor dem Ende holte Rodenkirchen einen Siebenmeter heraus. Tim Lorenz nahm sich selbstbewusst den Ball, blieb eiskalt und verwandelte nach 60 Minuten souverän zum 29:30-Auswärtssieg und beendete damit die lange Heimserie der HSG Fichtelgebirge.

HaSpo Bayreuth II setzte damit ein starkes Ausrufezeichen: Der vermeintliche Außenseiter gewann verdient in einem hochklassigen Spitzenspiel und bewies große Nervenstärke, Teamgeist und taktische Reife.

HaSpo spielte im Tor mit Fabi Tannreuther und Henry Wedlich; im Feld mit Paul Seggewiß (5), Johannes Höpfl (2), Benjamin Müller (5/2), Lennart Schmidt, Hendrik Pfaadt (1), Bruno Fischer (1), Leon Ruppert (1), Luis Rodenkirchen (4), Tim Lorenz (6/1), Tim Schmälzle (3), Max Kettel und Tim Herrmannsdörfer (2).