Trotz erheblicher Personalsorgen sicherte sich HaSpo Bayreuth einen hart erkämpften 27:25 (13:13)-Auswärtssieg bei der DJK Waldbüttelbrunn. Da die Konkurrenz aus Regensburg und München ihre Spiele am Wochenende verlor, festigt HaSpo mit diesem Erfolg den zweiten Tabellenplatz und baut den Vorsprung auf vier Punkte aus.
Ohne fünf Spieler – darunter die kurzfristig ausgefallenen Renfordt, Böker und Reif – startete HaSpo stark in die Partie. Die Gastgeber überraschten mit einer defensiven Maßnahme, indem sie von Beginn an einen Bayreuther Rückraumspieler in Manndeckung nahmen. Doch genau das spielte der Mannschaft von Trainer Mathias Bracher „in die Karten“, sodass man sich schnell mit 3:0 absetzen konnte. Allerdings ließ Bayreuth in der Anfangsphase einige Chancen liegen und scheiterte teils „unglücklich“ im Abschluss, sodass Waldbüttelbrunn sich angefeuert von den eigenen Fans Stück für Stück herankämpfte. In der 18. Minute glich Jan Lukas Herrmann – mit zehn Treffern bester Torschütze des Spiels – zum 7:7 aus. Besonders über den großgewachsenen Kreisläufer bereitete das Angriffsspiel der Hausherren der Bayreuther Defensive in Halbzeit eins Probleme. Immer wieder musste man Gegentore über den Kreis hinnehmen. Auch im weiteren Verlauf blieb das Spiel ausgeglichen: Waldbüttelbrunn übernahm in der 23. Minute beim Stand von 9:8 erstmals die Führung, doch HaSpo hatte stets die passende Antwort parat. Zur Halbzeitpause stand es 13:13 – ein Ergebnis, mit dem Bracher laut eigener Aussage „gut leben konnte“.
Für den zweiten Durchgang nahm sich HaSpo eine „aggressivere Abwehr“ vor – und setzte diesen Plan sofort um. Mit einer „super Defensiv- und Umschaltarbeit“ erspielte sich die Mannschaft schnell eine 16:13-Führung, woraufhin der gegnerische Trainer früh eine Auszeit nahm. Doch auch nach der Unterbrechung tat sich Waldbüttelbrunn schwer. Die Gastgeber stellten auf ein 7-gegen-6 um, erzielten aber erst in der 40. Minute ihren ersten Treffer im zweiten Durchgang zum 17:14. Da HaSpo weiterhin einen Spieler in Manndeckung nehmen musste, gestaltete sich das eigene Angriffsspiel anspruchsvoll. Doch die Bayreuther fanden regelmäßig Lösungen im Positionsangriff und hielten den Vorsprung nicht nur konstant, sondern bauten ihn bis zur 53. Minute auf 25:20 aus. Zwar kämpfte sich Waldbüttelbrunn noch einmal heran, doch Bayreuth hielt dem späten Aufbäumen der Gastgeber stand und brachte den verdienten 27:25-Sieg über die Ziellinie.
Trainer Bracher zeigte sich vor allem mit der Moral seiner Mannschaft zufrieden. Trotz der schwierigen Ausgangslage seien seine Spieler „immer ruhig geblieben“ – ein entscheidender Faktor für den Erfolg.
Für HaSpo spielten
Braun, Hennig, Nicola (3), Fröhlich (3), Ruoff (5/2), Brückner (3), Berthold (1), Dittmar (2/1), Meyer-Siebert (2/1), Neumann (3), Fischer, Goeritz (3), Schmidt, Stiegler (2)