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19.09.2022 | Spielbericht:

HaSpo muss herbe Niederlage einstecken

HaSpo muss herbe Niederlage einstecken

HaSpo Bayreuth verliert deutlich 35:19 (20:8) gegen den HC Eintracht Hildesheim – einen der Favoriten der Liga. Mit einem stark dezimierten Aufgebot muss man sich einer Mannschaft geschlagen geben, die in professionellen Strukturen eingebettet ist, die mit HaSpo nicht vergleichbar sind.
Abwehrchef Fabio Nicola konnte krankheitsbedingt in der Woche nicht trainieren, war nur bedingt einsatzfähig und konnte nur wenig spielen, Oskar Eule fiel mit Knieproblemen aus. Kapitän Paul Saborowski wurde noch von seiner Oberschenkelblessur aus dem vergangenen Spiel gebremst und konnte auch kaum spielen. Zu allem Überfluss konnte auch Tobias Gretsch aufgrund einer Sehnenverletzung im Fuß gar nicht zum Einsatz kommen. Es sind keine einfachen Wochen bei HaSpo, zumal die kommenden Gegner auch nicht leichter werden.
Mathias Bracher will das trotzdem nicht als Ausrede für den Verlauf des Spiels gelten lassen, denn auf dem Spielfeld standen trotzdem genug Akteure, die fit waren. Von Anfang zeigte man sich aber viel zu fehlerbehaftet im Angriff und harmlos in der Abwehr. „Wir hatten keine Substanz in der Abwehr. Unser Zweikampfverhalten war heute einfach zu wenig.“, bemängelte HaSpos Trainer die Leistung seiner dezimierten Mannschaft. Der HC nutzte das mit konsequentem Konterspiel und war an diesem Abend eine Nummer zu groß für HaSpo. Eine frühe rote Karte für Tom Elschner machte die Situation nicht einfacher für die Gäste, die danach nur noch Johannes Ruoff als einzigen Linkshänder zur Verfügung hatten. Bereits zur Halbzeit stand es 20:8.
Die massive 6:0 Abwehr der Gastgeber war für HaSpo nicht zu knacken. In der zweiten Halbzeit wechselte Hildesheim viel und versuchte hier und da spektakulär zu zaubern, was ihnen nicht unbedingt gelang. Aber auch daraus konnte HaSpo keinen wirklichen Nutzen ziehen. Diesmal wurde es eine klare Niederlage. Während in den Spielen zuvor HaSpo eine Siegchance offenhalten konnte, nutzte der Gegner dieses Mal die Schwächen der Bayreuther gnadenlos aus. Bester Werfer der Gastgeber wurde Lothar von Herrmani mit zwölf Treffern, davon zwei Siebenmeter. Der Kapitän und Hildesheimer Identifikationsfigur führte sein Team zum deutlichen Punktgewinn für die Niedersachsen. Mit der Aufarbeitung der Niederlage zu beginnen hatte HaSpo gleich nach dem Spiel in fünf Stunden Rückreise genug Zeit. „Wir haben solche Niederlagen auch letzte Saison verkraftet. Die Jungs werden das verdauen und ihre Schlüsse daraus ziehen.“, blickt Bracher nach vorne.
Einfacher wird das Ligaprogramm für HaSpo nicht. Im nächsten Spiel empfängt man die Bundesligareserve des SC DHfK Leipzig.
Für HaSpo spielten:
Plötz, Hennig (beide Tor); Beck (3), Nicola (2), Böker (2/2), Ruoff (2), Berthold, Berghammer, Saborowski (1), Dittmar (1), Elschner (2), Meyer-Siebert (2), Wopperer (3), Goeritz, Klima (1/1)