• Damen
  • Herren
  • Jugend
  • Shop
  • Termine

    Bericht Herren I gegen HSC Coburg

    01.08.2022

    Viele gute Ansätze trotz deutlicher Niederlage im Testspiel

    HaSpo Bayreuth verliert zwar am Ende deutlich 35:25 (18:15), schlägt sich aber achtbar gegen den Zweitligisten HSC 2000 Coburg. Trainer Mathias Bracher sieht dabei viel Positives und seine Mannschaft auf einem guten Weg.

    Pünktlich zum Spiel gegen den oberfränkischen Nachbarn war Tom Elschner von einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt aus den USA zurückgekehrt. Verzichten mussten die Bayreuther dafür auf Johannes Ruoff der sich im Training eine Schulterverletzung zugezogen hatte.

    Die favorisierten Gastgeber waren nach Anpfiff gleich bemüht HaSpo den Klassenunterschied spüren zu lassen. Zwei Fehler im Angriff wurden sofort mit schnellem Umschaltspiel und einfachen Gegentoren quittiert. Dann fand die Mannschaft um den alten und neuen Kapitän Paul Saborowski ins Spiel und gab den Coburgern keine Möglichkeit den zwei bis drei Tore Abstand weiter auszubauen. HaSpos Rückraum zeigte dabei, dass er in der Lage ist den Abgang von Spielmacher Tim Herrmannsdörfer aufzufangen, allen voran Yannik Meyer-Siebert, der mit Übersicht Verantwortung vor allem für den Spielaufbau und im Tempospiel übernahm. Kurz vor der Halbzeit hatte man die stärkste Phase und zwang den Coburger Trainer Brian Ankersen in der 26. Spielminute zur Auszeit. Die eigene Auszeit zehn Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit konnten die Gäste auf den Punkt ausspielen und mit dem Pausenpfiff per Kempa zum 18:15 Halbzeitstand abschließen.

    In der zweiten Halbzeit gelang es den Bayreuthern noch gut zehn Minuten dran zu bleiben. Mit fortschreitender Spieldauer spielten die Zweitligaprofis aber ihre Klasse aus, hielten das Niveau konstant hoch und setzten sich immer weiter bis zum 31:21 ab. Für Bracher waren in dieser Phase die zu frühen und ungenauen Entscheidungen gegen den sehr stabilen, bereits beim HC Erlangen erstligaerprobten Innenblock mit Andreas Schröder und Jan Schäffer ein entscheidendes Manko. Die Ballgewinne verwertete der HSC mit konsequentem, schnellen Spiel nach vorne. Brachers Team, das in der dritten Liga gefürchtet ist für sein Tempospiel, bekam hier gezeigt, welches Potenzial bei diesem Baustein trotzdem noch auszuschöpfen ist. Beide Trainer wechselten viel durch, probierten aus und am Ende stand ein leistungsgerechtes 35:25 auf der Anzeigentafel.

    „Ich bin sehr zufrieden mit der Moral und dem Kampfgeist, den wir als Mannschaft schnell wieder gefunden haben. Wir haben phasenweise sehr beweglich in Abwehr und Angriff agiert, haben aber auch die Grenzen aufgezeigt bekommen. Wir müssen jetzt daran arbeiten die guten Phasen weiter zu stabilisieren.“, nimmt Bracher als eine Erkenntnis mit in die weitere Arbeit mit dem Team.

    Spannend zu beobachten war außerdem die Umsetzung des neuen Regelwerkes. Tom Elschner wurde in der 41. Minute progressiv bestraft und musste zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen, nachdem er den Coburger Torwart bei einem freien Wurf von Außen am Kopf getroffen hatte. Die verringerte Anzahl von vier Pässen im Zeitspiel führte zu schnelleren Abschlüssen. Die Anwurfregelung in der nun kreisförmigen Anwurfzone vereinfachte das Tempospiel, da die angreifende Mannschaft den Anwurf mit weniger Präzision durchführen musste. Kritische Situationen ergaben sich aufgrund des fairen Spielverlaufes nicht für die beiden Schiedsrichter. Wie und ob die Unparteiischen durch die neuen Regeln noch mehr gefordert werden, wird sich wohl erst in den Punktspielen unter realen Druckbedingungen zeigen.

    Hennig, Braun (beide Tor); Nicola (4), Gretsch (3), Böker (2), Berthold, Berghammer, Saborowski (6), Dittmar (2), Elschner, Meyer-Siebert (1), Wopperer (1), Göritz (1), Klima (3/3)