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    Herren I gegen HSC Coburg!

    28.07.2022

    Vorbericht Testspiel HSC 2000 Coburg - Haspo Bayreuth
    HaSpo Bayreuths Vorbereitung ist im vollen Gange
    Schon lange läuft die Vorbereitung der Bayreuther Handballer auf die neue Saison 2022/23 in der dritten Bundesliga. Naturgemäß liegt der Fokus in dieser Phase der Sommerzeit bei jeder Handballmannschaft auf der Entwicklung athletischer Potentiale. Aber bereits seit April hat Trainer Mathias Bracher seine Männer an Kraftgrundlagen arbeiten lassen und zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitungszeit zufrieden: „Es hat ganz gut funktioniert diese lange Zeit zu nutzen, um an den Kraftfähigkeiten der Jungs zu arbeiten. Wir haben gemerkt, dass eine gewisse Standfestigkeit in der Liga einfach nötig ist. Die Jungs ziehen mit, haben Lust und Spaß daran sich auszupowern und wollen sich weiterentwickeln.“
    Für HaSpo wird es eine weitere spannende Saison im Ligabetrieb des DHBs, nachdem man in die Ost-Staffel eingeteilt wurde, denn das bedeutet neue Gegner, aber auch lange Fahrten. Auf der anderen Seite sind die Bayreuther für diese Mannschaften auch neu und das war in der vergangenen Saison für HaSpo kein Nachteil.
    Die insgesamt 68 Teams sind auf fünf Vorrundenstaffeln in Nord, Ost, West, Süd-West und Süd aufgeteilt. Zwei Staffeln werden mit jeweils 13 Mannschaften gespielt, drei Staffeln umfassen jeweils 14 Teams. In der Vorrunde wird im Modus Jeder gegen Jeden mit Hin- und Rückrunde gespielt, so dass jede Mannschaft garantiert 24 bzw. 26 Partien spielen wird. Zwei Mannschaften steigen am Ende der Spielzeit in die 2. Handball-Bundesliga auf, bis zu 17 Teams werden in die Oberligen absteigen. Für die Saison 2023/24 ist eine Stärke von 64 Mannschaften in der 3. Liga Männer angestrebt.
    Für Coach Bracher sind vor allem die vier Reserveteams der Bundesligisten aus Berlin, Leipzig, Magdeburg und Erlangen besondere Gegner, die mit vielen jungen, sehr gut ausgebildeten Spielern auflaufen werden und aufgrund ihrer großen Kader nicht immer leicht auszurechnen sind. Als Favoriten sieht er den Zweitliga-Absteiger vom EHV Aue, der sich so schnell wie möglich wieder in den Profi-Bereich bewegen will und dafür enorme Kaderveränderungen vorgenommen hat. Auch die Mannschaft der Eintracht Hildesheim ist aufgrund der finanziellen Möglichkeiten als eines der stärksten Teams der Staffel einzuordnen. Ein Derby aus dem Vorjahr wird es wieder geben mit der fränkischen Konkurrenz der HC Erlangen U23, die die Staffel E gewann und dazu noch in der anschließenden Pokalrunde souverän ungeschlagen blieb.
    Nicht nur athletisch, auch spielerisch stehen HaSpo neue Aufgaben bevor und auch hier sieht Bracher sein Team auf einem guten Weg: „Was ich spielerisch im Training sehe, ist richtig gut. Wir müssen vor allem unsere Abwehr weiter stabilisieren, das war auch letztes Jahr unser Erfolgsrezept.“ Für dieses Spielkonzept setzt man dabei auf die bewährten Leistungsträger. Im Bayreuther Kader hat sich nicht viel getan.
    Mit Oskar Eule kann man einen talentierten jungen Neuzugang auf der rechten Seite verbuchen. Der spielstarke Linkshänder ist aus der Jugend des HC Erlangen zum Studium nach Bayreuth gekommen und soll behutsam an das Wettkampfniveau im Seniorenbereich herangeführt werden. Das Gleiche gilt für Timo Böker, der aus der eigenen Jugend stammend weiterhin Stück für Stück ins Team integriert werden soll. In der abgelaufenen Saison konnte der Mittelmann bereits in das erste Männerteam reinschnuppern, in der zweiten Mannschaft erste wichtige Erfahrungen auf dem Spielfeld sammeln und sich durch seine Schnelligkeit auszeichnen. Auf der Torwartposition ergänzt Arthur Wetz, der zuletzt für die Juniorenakademie des TSV Großwallstadt aktiv war und ursprünglich vom TSV Herrsching kommt, das Team um Robin Hennig und Tizian Braun.
    Alle drei Neuzugänge drücken das Durchschnittsalter des sowieso schon jungen Kaders weiter nach unten. „Zu viel darf man von ihnen noch nicht erwarten, sie brauchen Zeit“, nimmt der Pädagoge Bracher den Druck raus. Sicherlich berücksichtigt er auch, dass zwei der drei Neuzugänge gerade erst von längeren Verletzungen zurückgekommen sind. Unter den Pandemiebedingungen der letzten zwei Jahre waren es zudem vor allem die Jugendlichen, die eher auf Trainingszeiten und Punktspiele verzichten mussten und denen damit wertvolle Zeit mit dem Ball in der Hand fehlt.
    Dass HaSpo trotz des vielen Krafttrainings spielerisch nicht abgebaut hat, hat die Mannschaft am vergangenen Wochenende gezeigt. Zwei Testspiele gegen die SG Helmbrechts/ Münchberg und Drittligaaufsteiger DJK Waldbüttelbrunn konnten deutlich gewonnen werden. Am Samstag war man beim benachbarten Landesligisten als hochklassige Gastmannschaft eingeladen zur Feier des 100-jähirgen Jubiläums des Handballsport in Helmbrechts. Dabei stand der freundschaftliche Charakter der Partie im Vordergrund und das 39:19 Endergebnis war eher zweitrangig. Am Sonntag gastierte dann der bayerische Meister und Drittligaaufsteiger DJK Waldbüttelbrunn zum Testspiel im Schulzentrum Ost und musste sich ersatzgeschwächt und ohne dem Gastgeber große Probleme bereiten zu können 38:23 geschlagen geben. „Die Stimmung ist gut in der Mannschaft nach diesen zwei deutlichen Siegen, in denen unser Spiel funktioniert.“, sagt Abwehrchef Fabio Nicola. Doch weiß er genau wie sein Trainer diese Tests einzuordnen und nicht zu hoch zu bewerten.
    Am kommenden Samstag steht nun noch ein echter Kracher an, bevor den Spielern eine kleine Urlaubspause gegönnt ist,. Um 12:00 tritt man zum Testspiel beim benachbarten Zweitligisten HSC 2000 Coburg an, gegen dessen Reserve man noch in der letzten Saison spielte. „Es ist schon ein bisschen eine Ehre gegen so eine Mannschaft spielen zu können und zeigt, dass HaSpo Bayreuth sich einen gewissen Respekt erarbeitet hat, wenn ein Spiel gegen uns für ein Profiteam interessant sein kann.“, freut sich Bracher über diese Möglichkeit. Vor zwei Jahren testete man auch schon gegen einen Zweitligisten. In der Saisonvorbereitung 2020 spielte man beim EHV Aue und hielt die erste Hälfte sehr gut mit, musste sich schlussendlich aber deutlich geschlagen geben. Dass so ein Test gegen ein Profiteam nun in der oberfränkischen Nachbarschaft stattfindet, ist auch für die Bayreuther Fans eine gute Gelegenheit ihr Team zu begutachten und zu unterstützen. Für die Mannschaft selbst ist es wiederum eine gute Möglichkeit, die eigenen Schwachstellen aufgezeigt zu bekommen und wichtige Erkenntnisse für die letzte Vorbereitungsphase zu bekommen, um dann am 03.09. beim Oranienburger HC so in die neue Saison zu starten, wie man die alte beendet hat.
    3. Handball Liga - Staffel Ost:
    Füchse Berlin Reinickendorf II
    Oranienburger HC
    Eintracht Hildesheim
    Northeimer HC
    SC DHfK Leipzig II
    SC Magdeburg II
    SV Anhalt Bernburg
    EHV Aue (A)
    HV Grün-Weiß Werder/Havel (N)
    Sportfreunde Söhre (N)
    HaSpo Bayreuth
    HC Erlangen II
    GSV Eintracht Baunatal