• Damen
  • Herren
  • Jugend
  • Shop
  • Herren I trainieren wieder!

    29.04.2022

    HaSpo Bayreuth steigt wieder ins Training ein

    Die Drittliga Herren von HaSpo Bayreuth sind nach mehrwöchiger Pause am Montag in die lange Vorbereitung auf die Saison 2022/23 gestartet, wobei Trainer Mathias Bracher in den nächsten Wochen eher von einer Übergangsphase spricht, da ein so früher Vorbereitungsbeginn eher ungewöhnlich ist. Nach dem sicheren Klassenerhalt und einem bemerkenswerten dritten Platz in der Staffel E, hatte man sich die Pause verdient. Das Saisonziel war erreicht und mit der Berechtigung zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde übererfüllt. Mit dem freiwilligen Verzicht legte die Mannschaft die Priorität auf die Gesundheit der Spieler und gönnte sich eine Erholungsphase. Neben HaSpo verzichteten auch einige andere Mannschaften darauf noch weitere Spiel auszutragen, die meisten Teams spielen aber noch um Aufstieg, DHB Pokal Plätze oder gegen den Abstieg.

    Wie ist der Stand in der dritten Liga?
    Bis Anfang Juni wird es noch dauern, bis alle Spiele in der dritten Bundesliga gespielt sind. Zur Zeit sind 70 von den 82 Mannschaften noch aktiv. Zwölf Mannschaften spielen in zwei Gruppen mit Finalspielen der vier bestplatzierten die beiden Aufstiegsplätze aus. Der Vertreter aus HaSpos Staffel, die HSG Hanau, konnte hierbei bisher mit den Aufstiegsfavoriten nicht mithalten und in vier Spielen keine Punkte erzielen.
    Weitere 19 Mannschaften kämpfen um fünf Startplätze im DHB Pokal für die neue Saison. In fünf Gruppen erhält jeweils der Gruppenerste eine Startberechtigung für die erste Runde des Pokalturniers 2022/23. HaSpos Vorrundengegner HSG Rodgau Nieder-Roden musste sich hier bisher zweimal geschlagen geben. Weiterhin souverän siegte der HC Erlangen II bisher in allen seinen Spielen. Als zweite Mannschaft wären sie aber nicht an der Teilnahme am DHB Pokal berechtigt.

    Der Großteil der Liga, insgesamt 39 Teams, steckt im erbitterten Abstiegskampf. In sieben Gruppen werden die 26 Mannschaften ausgespielt, die am Ende der Saison den Gang in die Oberligen antreten müssen. Für HaSpos Staffelgegner aus Budenheim, Bad Neustadt, Bieberau und Coburg sieht es nach den aktuellen Tabellenständen nicht besonders gut aus. Einzig der TV Kirchzell befindet sich in einer aussichtsreichen Position. Mit dem VFL Günzburg steht ein weiterer bayerischer Vertreter vor einer sehr schwierigen Ausgangslage, den Klassenerhalt noch zu sichern. Von den Derbys, in denen HaSpo vor allem glänzen konnte, wird es in der kommenden Saison aller Voraussicht nach weniger geben.

    In der kommenden Saison 2022/23 werden 69 Mannschaften in der 3. Liga antreten. In welchem Modus und mit welcher Staffeleinteilung wurde von Seiten des DHBs noch nicht öffentlich kommuniziert. Die noch laufende Saison muss erstmal zu Ende gebracht werden. Als bayerische Vertreter stehen bisher HaSpo Bayreuth, HC Erlangen II, TuS Fürstenfeldbruck und der Aufsteiger aus der Bayernliga fest, sollte dieser das Aufstiegsrecht wahrnehmen.

    Wie ist HaSpos Situation?
    Während viele andere Teams der Liga also noch spielen, konnten HaSpos Herren Verletzungen und Blessuren auskurieren. Außerdem konnten die Spieler individuell an ihren Grundlagenfähigkeiten im Kraftbereich arbeiten und von der Kooperation mit dem DS Gym in Bayreuth profitieren.
    Geehrt wurde die Mannschaft vor ein paar Wochen mit dem zweiten Platz zur Mannschaft des Jahrzehnts 2010 – 2019 vom Sportkuratorium Bayreuth und dem Nordbayerischen Kurier. Die Leser, Zuschauer und Fans hatten im vergangenen Jahr abstimmen können. Aufgrund der Coronapandemie war die Veröffentlichung des Ergebnisses bis ins Frühjahr 2022 verschoben worden. HaSpo Kapitän Paul Saborowski nahm stellvertretend für das Team die Ehrung entgegen. Den ersten Platz belegten die Segelflieger der LSG Bayreuth. Da die Preisverleihung mit HaSpos Saisonende zusammenfiel, kann dies durchaus auch als eine kleine Würdigung des besten sportlichen Ergebnisses des Vereins seit dem dritten Platz in der Regionalliga Süd 2005/06 angesehen werden.

    Personell wird es ein paar Veränderungen geben. Wie bereits berichtet, wird Tim Herrmannsdörfer seine aktive Karriere beenden und Lars Baldauf den Verein aus beruflichen Gründen verlassen. Außerdem wird Torwart Clemens Rein den Verein in Richtung Thüringen verlassen und zum Viertligisten HSV Bad Blankenburg wechseln. Auch Rückraumspieler Jesse Abend wird sich zurückziehen, der sichere 7m Schütze wird kommende Saison aussetzen und seinem Rücken eine Pause geben. Er konnte in der Saison aufgrund seiner Beschwerden, der Mannschaft häufig „nur“ von der Siebenmeterlinie helfen, war aber hier ungemein wichtig. Wenn er fehlte tat man sich häufig schwer die Strafwürfe zu verwandeln. Linkshänder Tom Elschner, der sich für ein Praktikum aktuell im Ausland aufhält, wird erst zu Saisonbeginn wieder zum Team stoßen.
    Neuzugänge kann man aktuell noch nicht vermelden. Im Trainerteam ist aber Athletikexperte Ron Freitag dazugestoßen. Dieser bringt viel Erfahrung in der Arbeit mit höherklassigen Mannschaft im Fußball und Handball mit und wird Mathias Bracher und Gerhard Müller bei der athletischen Weiterentwicklung der Spieler unterstützen. Dies wird auch das Ziel der Trainingsarbeit der nächsten sechs bis acht Wochen sein. „Wir haben gesehen, wie robust man sein muss, um in dieser Liga zu bestehen.“, sagt Cheftrainer Bracher. „Deswegen geht es in den nächsten Wochen darum mit Kraft-, Koordinations- und Beweglichkeitstraining bei jedem Spieler die körperliche Substanz zu verbessern und die Verletzungsanfälligkeit zu verringern. Das ist unser erstes Ziel. Das Handballerische kommt im Anschluss.“
    Kernthema ist für ihn dabei Hypertrophie bei den Spielern zu erreichen, also einen Zuwachs an Muskelmasse. Bei den Außenspielern, steht dagegen eher die Maximalkraft im Mittelpunkt, um Sprungkraft und Sprintfähigkeit zu verbessern und keinen zu starken Massezuwachs zu fokussieren, denn diese Spieler leben von ihrer Schnelligkeit und Sprungkraft.
    Für die Saison sieht Bracher kein anderes Ziel als den erneuten Klassenerhalt. „Das zweite Jahr wird für uns deutlich schwieriger, weil die Gegner uns jetzt kennen. Keiner unterschätzt uns mehr. Wir waren dritter, alle haben 20 Spiele von uns auf Video und können sich auf die Abwehr einstellen.“
    Eine große Herausforderung sieht er darin, die Abgänge zu kompensieren. Allen voran Spielmacher Tim Herrmannsdörfer, der überaus wichtig war für die Spielsteuerung der Bayreuther, wird schwer zu ersetzen sein. Man wird sehen, wie das dem Team gelingen wird.