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    HaSpo-„Profis“ trainieren wieder

    10.11.2020

    Bei Haspo Bayreuth wird seit gestern wieder trainiert. Das gilt aber nur für jene Spieler, die den Kader für die 3. Liga bilden, weil diese vom Deutschen Handball-Bund als „Profis“ eingestuft werden und daher von den Pandemie-Beschränkungen für den „Amateursport“ ausgenommen sind. Aus DHB-Sicht wird diese Definition „unstrittig“ nicht nur von den 3. Ligen der Männer und Frauen erfüllt, sondern auch von den Jugend-Bundesligen. Daraus folgend, wurde der Spielbetrieb in diesen Klassen noch nicht für die Dauer der staatlichen Lockdown-Maßnahmen bis zum 1. Dezember ausgesetzt, sondern vorerst nur bis einschließlich 15. November.

    Bei Haspo macht man sich allerdings weniger Sorgen um das Recht zum Trainieren und Spielen als „Profiklub“, sondern mehr um die Pflichten. Ein Drittliga-Spielbetrieb müsste schließlich wohl den Regeln des Hygiene-Leitfadens folgen, den die 1. und 2. Bundesligen im Handball und Basketball gemeinsam für sich entwickelt haben. Ein Kernpunkt darin ist die Verpflichtung zu zwei sogenannten PCR-Tests pro Woche für alle Personen in der Mannschaft und ihrem „direkten Umfeld“. Die Bayreuther Freizeitprofis wollen sich auch dieser Herausforderung stellen, betont Haspo-Vorsitzender Andreas Berghammer. Die Grenzen des guten Willens seien allerdings erreicht, wenn es mit der in Bayern gewährten, aber politisch längst nicht mehr unumstrittenen Kostenfreiheit der Tests vorbei wäre. Laut Gebührenordnung sind zwischen 128 und 147 Euro pro Untersuchung fällig. „Diese Dimension der Kosten wäre für uns so weit weg, dass man sich wenigstens nicht mehr die Mühe machen muss, darüber nachzudenken.“

    Das Covid-19-Virus macht den Unterschied zwischen Profis und Amateuren übrigens erwartungsgemäß nicht. Fünf Spieler fehlen deswegen aktuell im Kader von Trainer Mathias Bracher. „Bei zweien ist der Test vor Beginn des Trainingsbetriebs positiv ausgefallen, und ausgerechnet diese beiden hatten sich als Fahrer für eine Dreier-WG angeboten“, berichtet Berghammer. „Bei den drei Mitfahrern waren die Testergebnisse zwar negativ, aber in Isolation müssen sie natürlich trotzdem.“ es


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 10. November 2020, Seite 21