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    HaSpo trotzt den Personalsorgen

    14.09.2020

    Bayreuther holen sich in Plauen den Turniersieg

    Trotz deutlich dezimiertem Kader präsentierte sich Handball-Drittligist Haspo Bayreuth drei Tage nach dem 31:22 gegen HSC Coburg II ansprechend und feierte aufgrund von vier Siegen aus vier Spielen einen verdienten Turniersieg beim Pokal des Oberbürgermeisters in Plauen.

    Entsprechend zufrieden zeigte sich im Anschluss Trainer Mathias Bracher: „Respekt an die Jungs. Sie haben in jedem Spiel alles rausgehauen und, obwohl die Belastung für einige Spieler sehr hoch war, bis zum Ende durchgezogen.“

    Die schwerste Aufgabe wartete gleich zu Beginn des Turniers mit der zweiten Mannschaft des Bundesligisten SC DHfK Leipzig, die man bereits vor einer Woche mit 27:26 bezwungen hatte. Dieses Mal waren die Sachsen das etwas bessere Team, da es der 6:0-Abwehr von Haspo mit viel Schwung aus dem Rückraum das Leben schwer machte. Folglich lagen die Bayreuther mit Ausnahme des Endstands von 15:14 kein einziges Mal im gesamten Spielverlauf in Front – und beim 8:12 sah Leipzig schon wie der sichere Sieger aus. „Die Jungs haben gegen Leipzig eine tolle Moral gezeigt“, freute sich Bracher über den schmeichelhaften Erfolg.

    Im Anschluss wartete der Gastgeber SV Plauen-Oberlosa aus der Mitteldeutschen Oberliga auf die Bayreuther. Und auch hier kam Haspo nur schleppend ins Spiel. Nach einem 0:3 und 2:5 in den Anfangsminuten kämpfte sich Haspo jedoch ins Spiel, schaffte den Ausgleich und siegte letztlich verdient mit 12:8. Schlüssel zum Erfolg war die stabile Defensivleistung in den letzten zehn Minuten des Spiels, in denen die Bayreuther nur noch einen Treffer zuließen.

    In Spiel drei und vier warteten mit der SG Regensburg und dem SV Anzing noch zwei letztjährige Kontrahenten aus der Bayernliga. Gegen die Oberpfälzer startete Haspo gut, führte 4:1 und verpasste einen höheren Vorsprung nur aufgrund mangelnder Chancenverwertung. Dann allerdings drehte Regensburg auf und schaffte seinerseits eine 7:4-Führung. Nach einigen taktischen und personellen Umstellungen übernahmen jedoch wieder die Haspo-Männer das Heft des Handelns und kamen zum 7:7-Ausgleich. Die Schlussphase gehörte dann auch klar dem Drittliga-Aufsteiger, sodass am Ende ein verdientes 14:10 zu Buche stand.

    Im letzten Spiel des Tages machten die Bayreuther trotz schwindender Kräfte den Turniersieg dank eines abermals souveränen 16:11-Erfolgs gegen den SV Anzing endgültig klar.

    Starkes Debüt von Youngster Lenny Jost

    Sehr erfreulich war das Debüt von Lenny Jost, der eigentlich Teil der zweiten Mannschaft ist und sogar noch in der A-Jugend spielen darf. Der 18-jährige Linkshänder sprang ein, da mit Tom Elschner (verletzt) und Johannes Ruoff (Fortbildung) zwei Akteure auf der rechten Seite fehlten. Jost fügte sich auf der Rechtsaußenposition nahtlos ein und steuerte mehrere Treffer zum Turniererfolg bei.

    INFO: Nach diesem positiven Wochenende steht am Mittwoch gleich der nächste Härtetest auf dem Programm. Dann gastieren die Bracher-Schützlinge beim HSC Bad Neustadt, der ein Jahr vor Haspo souverän in die Dritte Liga aufgestiegen war. ds

    Nordbayerischer Kurier vom Montag, 14. September 2020, Seite 21