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    Fragen über Fragen vor dem Drittliga-Start

    11.09.2020

    Die begrenzte Zuschauerkapazität stellt Haspo Bayreuth vor große Herausforderungen

    Von Stefan Wolfrum

    Mit gemischten Gefühlen hat man bei Drittliga-Aufsteiger Haspo Bayreuth auf die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung reagiert, im Amateurbereich bald wieder Zuschauer bei Sportveranstaltungen zuzulassen. Einerseits herrscht bei Haspo Freude darüber, überhaupt vor Publikum in die Saison starten zu können, andererseits diskutieren sich die Bayreuther gerade die Köpfe heiß, wie sie mit der stark beschränkten Besucherzahl umgehen sollen. Nach dem Kabinettsbeschluss vom Dienstag dürfen den Drittligisten bei seiner Heimpremiere am 10. Oktober gegen den TSV Blaustein nämlich maximal nur 200 Zuschauer unterstützen.

    Die müssten allesamt einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wie Haspo-Vorsitzender Andreas Berghammer erläutert. Der Zuschauer-Bereich im Schulzentrum Ost, das im Normalfall bis zu 600 Besuchern Platz bietet, sei nämlich so beengt, dass die Mindestabstände auch bei nur 200 Zuschauern nicht eingehalten werden könnten und deshalb eine Masken-Pflicht angeordnet werden müsste. „Ohne Maske könnten wir 80 Leute reinlassen“, sagt Berghammer, der schon aufgrund der dadurch zu befürchtenden Einnahmeeinbußen von rund 1000 Euro pro Partie die größere, aber natürlich auch unkomfortablere Variante favorisiert. Gleichwohl glaubt Andreas Berghammer nicht, dass sich irgendein Fan durch die Maske von einem Besuch wird abhalten lassen – „nie im Leben“. Vielmehr stellen sich den Haspo-Verantwortlichen eine Menge Fragen – zum Beispiel: Wen lassen wir rein? Und wie gehen wir mit den zugegebenermaßen wenigen Dauerkarten-Inhabern um? Was passiert mit deren Plätzen, wenn sie verhindert sind?

    Live-Stream oder gar Public Viewing?

    „So sehr wir es begrüßen, dass wir vor Zuschauern spielen dürfen, so groß sind momentan auch die zu überwindenden Hürden und auch die Fragezeichen.“ Ein ganz großes steht auch hinter dieser Frage: „Was machen wir mit unseren rund 50 Jugendlichen, die ja immer umsonst in die Halle gelassen werden und die wir auch unbedingt dabei haben wollen?“, fragt der Haspo-Vorsitzende, der klar dazu tendiert, einen Live-Stream oder gar ein Public Viewing zu organisieren. „Das wäre zukunftsorientiert.“

    Bei Letzterem aber stellt sich schon die nächste Frage: Wer bei dem Event für die Einhaltung der Corona-Regeln sorgt? „Alles in allem bleibt bis zum 10. Oktober noch ein Haufen Arbeit.“


    Nordbayerischer Kurier vom Freitag, 11. September 2020, Seite 22