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    Große Fluktuation im Kader der Haspo-Damen

    23.06.2020

    Bayreutherinnen starten runderneuert in zweigleisige Bayernliga / Elena Kerling wechselt nach Burgkunstadt

    Eine Woche nach den Drittligamännern sind auch die Bayernliga-Damen von Haspo Bayreuth in die Vorbereitung gestartet. Während der Zeitpunkt des Saisonstarts noch nicht endgültig feststeht – von Anfang Oktober ist die Rede –, ist zumindest sicher, dass die höchste bayerische Spielklasse wie bereits berichtet in zwei Staffeln aufgeteilt wird. Bislang gab es nur eine eingleisige Bayernliga.

    Die Bayreutherinnen werden wohl in der Nord-Staffel starten und dabei auf die HSG Fichtelgebirge und Vizemeister HC Erlangen treffen. Grund für die Zweiteilung sind die aufgrund der ausgesetzten Abstiegsregel auf 17 Teams gestiegene Mannschaftsanzahl und der nach hinten verschobene Saisonbeginn. „Es ist ein spannender Modus. Inwiefern uns das in die Karten spielt oder ein Nachteil für uns ist, können wir jetzt noch gar nicht abschätzen“, sagt Haspo-Trainer Udo Prediger mit Verweis auf die unsichere Personalsituation.

    Neben Julia Dörfler, die ihre Handballschuhe an den Nagel hängt, und Laura Brahm, die aufgrund eines Kreuzbandrisses ausfallen wird, wird mit Elena Kerling die Spielmacherin sowie zweitbeste Torschützin des Teams wegfallen. Kerling zieht es aus privaten Gründen zurück in ihre Heimat nach Burgkunstadt, wo sie ab der kommenden Saison für die SG Kunstadt-Weidhausen auflaufen wird. Ebenfalls nicht mehr für Haspo spielen werden Anneke Siebert (berufsbedingt) und Lara Lenhardt (privat). Zweifelsohne verlässt vor allem mit Kerling, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs mit 100 Saisontreffern auf Rang elf der Torschützinnenliste lag, eine Führungsfigur die Mannschaft.

    Auf der anderen Seite hat der Bayernliga-Achte der abgebrochenen Spielzeit auch einige Neuzugänge zu vermelden. Mit Farina Fricke stößt eine alte Bekannte zum Bayreuther Team. Fricke trug bereits zu Drittligazeiten das Haspo-Jersey. Die Linkshänderin, die im rechten Rückraum für Durchschlagskraft sorgen soll, spielte zuletzt beim HSV Apolda in der Mitteldeutschen Oberliga. Mit Ruth Wolf kommt vom Bayernliga-Aufsteiger SV München-Laim eine Spielerin für die Position Rückraum Mitte. Ebenfalls auf Rückraum Mitte zum Einsatz kommen kann Marie Bastian. Sie ist zudem auch für den linken Rückraum eine Option. Bastian kommt vom Landesligisten HC Forchheim, wobei sie zuvor im Jugendinternat des Bundesligisten HSG Bensheim Erfahrungen sammelte.

    Drei vielversprechende Eigengewächse

    Neben den drei echten Neuzugängen freut sich Trainer Prediger über die Rückkehr von Rechtsaußen Katharina Schubert nach ihrem auskurierten Kreuzbandriss. Zudem zählt Felicitas Janusch, die vergangene Saison noch in der Haspo-B-Jugend spielte, zum Kader. Und mit Lou Heinrich und Torhüterin Alina Vizethum sollen noch zwei weitere Eigengewächse ans Bayernliga-Team herangeführt werden.

    Eine Prognose für die kommende Spielzeit fällt Prediger noch sehr schwer: „Unter anderem aufgrund des personellen Umbruchs ist es nahezu unmöglich einzuschätzen, zu was wir zu leisten im Stande sein werden. Nun gilt es, nach der langen Pause zunächst einmal die athletische Grundlage zu legen, ehe wir im Juli mehr in den handballerischen Teil übergehen werden.“ds


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 23. Juni 2020, Seite 24