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    TG Heidingsfeld meldet Team ab

    18.01.2020

    In der korrigierten Bayernliga-Tabelle profitiert ein Haspo-Rivale

    Wenige Tage nach dem letzten Spieltag der Vorrunde hat die TG Heidingsfeld den Rückzug ihrer Mannschaft aus der Männer-Bayernliga verkündet. Ganz überraschend kam der Schritt nicht, denn der ambitionierte Aufsteiger, der die vergangene Saison in der Landesliga Nord mit eindrucksvollen 50:2 Punkten abgeschlossen hatte, konnte im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel schon nur noch eine kombinierte Mannschaft aufbieten. Die Höhe der Heimniederlage gegen die TG Landshut mit 15:43 ließ bereits erahnen, dass dieses Konzept nicht tragfähig sein würde.

    Ursache für den Spielermangel waren offenbar finanzielle Schwierigkeiten. Schon zu Saisonbeginn gab es Berichte über Gerichtsverhandlungen, in denen der frühere Zweitliga-Profi Yann Polydore und der ehemalige Damen-Trainer Alfred Keul versuchten, ausstehende Zahlungen zu erzwingen. Der Vorstand des Heimatvereins von Ex-Nationaltorwart Carsten Lichtlein hielt jedoch dagegen, dass die entsprechenden Vereinbarungen von dazu nicht befugten Personen aus der damaligen Handball-Abteilungsleitung abgeschlossen worden waren. Ohne Aussicht auf Geld hatten sich Matyas Varga im Oktober und Patrick Schneider im Dezember verabschiedet, und nach Angaben des Vereins haben nun im Januar weitere vier Spieler mitgeteilt, nicht mehr anzutreten: Ivan Skaramuca, Bence Bordacs, Dennis Orf und Fabian Tatzel.

    Nachdem die Heidingsfelder in der Vorrunde sieben Punkte gesammelt hatten, sorgt nun die Streichung ihrer sämtlichen Ergebnisse für Verschiebungen in der Tabelle. Das betrifft sogar das Rennen um die Meisterschaft, denn der bisherige Tabellendritte VfL Günzburg hatte in einer frühen Saisonphase beim Aufsteiger mit 22:26 verloren und rückt nun durch die Löschung dieser Verlustpunkte an Haspo Bayreuth (27:23-Sieg) und TG Landshut vorbei an die Spitze. Auch die DJK Waldbüttelbrunn, die beim Derby in Heidingsfeld mit 24:27 leer ausgegangen war, hat nun wieder bessere Chancen. es


    Nordbayerischer Kurier vom Samstag, 18. Januar 2020, Seite 26