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    Aufstand der Kellerkinder

    12.03.2019

    In der Herren-Bayernliga gewinnen gleich drei der letzten vier Mannschaften

    Während der Titelkampf in der Herren-Bayernliga wohl bereits zu Gunsten des HSC Bad Neustadt (sechs Punkte Vorsprung auf die DJK Waldbüttelbrunn) entschieden ist, legen die Mannschaften im gefährdeten Bereich nun erst so richtig los. Mit dem TSV Lohr (11.), dem TSV Rothenburg (12.) und überraschend auch dem Eichenauer SV (13.) haben gleich drei der letzten vier Mannschaften gepunktet und machen die Tabellensituation im Keller der Liga somit enorm spannend.

    Auch beim als heimstark geltenden VfL Günzburg (5.) hatte der Spitzenreiter HSC Bad Neustadt (Drude 8/2 Tore, Hines 6) beim 31:20 (19:9)-Auswärtssieg keinerlei Mühe. Über 2:8 (13.) und 6:12 (20.) war das Spiel für die Günzburger (Jahn 6) bereits beim 9:20 (31.) frühzeitig gelaufen.

    Deutlich spannender ging es da schon in Regensburg zu, wobei die gastgebende SG (8.) bei der 21:22-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten TSV Lohr (J. Schmitt 5) einen Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg hinnehmen musste. Die Oberpfälzer (Heinle, Uhl je 5), die am Ende nur fünf unterschiedliche Torschützen vorweisen konnten, gerieten beim 5:8 (16.) frühzeitig in Rückstand, waren beim 11:11-Pausenstand aber bereits wieder voll im Spiel. Eine nachhaltige Wende gelang der SG im umkämpften Spiel aber auch beim 16:15 (42.) bzw. 20:19 (50.) nicht. Den Siegtreffer warfen die Lohrer dann bereits 88 Sekunden vor dem Ende und konnte es sogar noch verschmerzen, einen Siebenmeter zu verwerfen.

    Ein deutliches Lebenszeichen sendete der Tabellenvorletzte Eichenauer SV (Devic 9, M. Riemschneider 7, C. Riemschneider 6/2) mit dem 34:27 (19:9)-Heimsieg gegen die mitgefährdete TG Landshut (10.). Vor allem in der ersten Halbzeit gelang den Hausherren fast alles und so zog der ESV über 7:3 (14.) mit einer 7:1-Serie auf 14:4 (22.) davon. Diese Zehn-Tore-Führung bauten die Gastgeber dann sogar auf 26:13 (41.) aus. Dem hatten die Landshuter (Müller 5) nicht mehr allzu viel entgegen zu setzen.

    Eine faustdicke Überraschung gelang derweil dem TSV Rothenburg (12.) mit dem 28:27 (16:12)-Auswärtssieg bei der favorisierten DJK Rimpar II (4.). Lediglich bis zum 4:2 (6.) schien die Partie den erwarteten Verlauf zu nehmen, ehe die mittelfränkischen Gäste, angetrieben vom überragenden Rückraumlinks Ivan Skaramuca (15/5 Tore) über 11:9 (20.) beim 15:11 (29.) sogar deutlicher führten. Bis zum 18:13 (33.) war der TSV dann deutlich in Front, ehe die Zweitligareserve aus Rimpar (Karle 9/1, Wirth 6) beim 20:20 (45.) wieder ausglich und beim 23:22 (48.) sogar wieder führte. Die Schlussminuten waren dann nichts für schwache Nerven und genau die zeigten nun die jungen Hausherren. Maximilian Wirth handelte sich 59 Sekunden vor Schluss eine doppelte Strafzeit ein, die Matchwinner Skaramuca mit dem 28:27-Siegtreffer bestrafte.

    Spannung im Kampf gegen den Abstieg

    Auch in der Damen-Bayernliga bleibt der Kampf um den Klassenerhalt spannend. Den Vorletzten 1.FC Nürnberg (12.) und den Fünften HSG Fichtelgebirge trennen gerade einmal sechs Punkte. Dementsprechend wichtig war daher auch der 24:21-Heimsieg der Fichtelgebirglerinnen (Scheidler 8, Kraus 6) gegen die favorisierte HSG Freising-Neufahrn (Lerch 7/3).

    Das Spitzenspiel dominierte HC Erlangen (3.) überraschend deutlich mit 36:19 gegen die HG Zirndorf (2.). Dank einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung ließ man den Gäste von Beginn an kaum eine Chance und führte schnell 8:2 (11.). Lediglich beim 12:8 (23.) war Zirndorf näher dran, musste sich beim 24:12 (40.) aber schon frühzeitig geschlagen geben. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 12. März 2019, Seite 26