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  • Der Meister steht wohl schon fest

    26.02.2019

    Bad Neustadt nutzt Ausrutscher der Verfolger, um sich weiter abzusetzen

    War das schon die Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen der Herren-Bayernliga? Während Tabellenführer HSC Bad Neustadt seine Hausaufgaben auch am 18. von 26 Spieltagen mit dem 24:17-Auswärtserfolg über den TSV Haunstetten (10.) souverän erledigte, stolperten die Verfolger DJK Waldbüttelbrunn (2.) mit 26:34 in Landshut (9.) und DJK Rimpar II (3.) beim TSV Lohr (11.) mit 25:28.

    Der vermutlich kommende Meister aus Bad Neustadt (Bötsch 5 Tore, Fraggis 5/2) hatte in Haunstetten (Plank 4) in der ersten Hälfte aber deutlich mehr Mühe als erwartet. Bis zum 7:6 (22.) legte der TSV immer ein Tor vor und lag zur Pause lediglich 9:11 zurück. Bis zum 12:14 (39.) durften die Augsburger noch an der Sensation schnuppern, ehe ein 0:5-Lauf zum 12:19 (48.) für klare Verhältnisse sorgte.

    Ein dickes Ausrufezeichen setzte die formstarke TG Landshut (Müller 10, Eichinger 7/2) mit dem vor allem in der Höhe überraschenden 34:26 (13:15) gegen die DJK Waldbüttelbrunn (Feitz 10/3, Kwiatkowski 7). Dabei mussten die Hausherren sogar auf Leistungsträger Tobias Gretsch verzichten, und Torjäger Enis Kabashi blieb ohne Treffer. Als sich die Gäste nach dem 9:9 (16.) auf 13:11 (23.) etwas absetzten, schien das Spiel den erwarteten Verlauf zu nehmen. Bis zum 19:18 (41.) blieb die DJK dann auch knapp vorne, ehe sich Landshut in einen Rausch spielte und über 24:21 (48.) vorentscheidend auf 29:23 (53.) davonzog.

    Dem wollte der Konkurrent im Abstiegskampf natürlich nicht nachstehen. Der TSV Lohr (Zeleny 9/3, Majic 7) rang im Nachbarderby die DJK Rimpar II (Karle 10/1, Wirth 6) mit 28:25 (14:10) nieder und war dabei auch die bessere Mannschaft. So lag Rimpar immer im Rückstand, beim 9:14 (30.) sogar deutlich. Lediglich beim 16:17 (40.) schien der Favorit bereit zur Wende, doch Lohr antwortete und überstand auch die kritische Phase beim 22:21 (51.) souverän.

    Einen wohl kaum eingeplanten Punkt holte auch der TSV Rothenburg (Skaramuca 6/1, Kister 5/2) gegen den klar favorisierten kommenden Haspo-Gastgeber TSV Friedberg (Abstreiter 10/5). Auch vom 15:17-Rückstand (40.) ließen sich die Hausherren nicht beirren. Über 20:20 (50.) schien beim 24:22 (58.) sogar der Sieg möglich. Als Friedbergs Fabian Abstreiter 75 Sekunden vor Schluss einen Strafwurf vergab, war der Jubel schon groß. Nun verkrampfte Rothenburg aber, kassierte den Anschlusstreffer und fünf Sekunden vor dem Ende noch den Ausgleich.

    In der Damen-Bayernliga verlor der lange Zeit verlustpunktfreie Tabellenführer ASV Dachau (Rauh 4) überraschend beim Aufsteiger MTV Stadeln (Dude 13/10). Durch das 16:21 (8:12) darf die zwar auch sieglose, aber nun nur noch zwei Punkte zurückliegende HG Zirndorf (28:28 gegen TSV Haunstetten II) wieder hoffen. Lediglich bis zum 6:4 (10.) lief für Dachau alles nach Plan, ehe vor allem zehn Strafwürfe dem Favoriten das Genick brachen.

    Der kommende Haspo-Gastgeber TSV Ismaning (9.) verpasste derweil einen Befreiungsschlag und verlor beim direkten Konkurrenten 1. FC Nürnberg (11.) sogar deutlich mit 24:33 (9:17). Ausschlaggebend war eine verschlafene erste Halbzeit, in der Ismaning (Tischler 7, Hascher 7/3) vor allem Sandra Wild (10/1) nie unter Kontrolle bekam.berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 26. Februar 2019, Seite 26