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  • Haspo-Gäste stehen unter enormem Druck

    29.01.2019

    Für den TSV Rothenburg verschärft sich die Lage im Abstiegskampf der Herren-Bayernliga zusehends

    Nach den euphorisch gefeierten Auftritten der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft will nun auch die Bayernliga vom Handball-Boom profitieren und sich etwas deutlicher ins Rampenlicht spielen. Am ersten Spieltag nach der langen Winterpause brachte dabei ausgerechnet die überraschende Auswärtsniederlage von Haspo Bayreuth beim TSV Lohr (26:30) den kommenden Bayreuther Gast TSV Rothenburg (Samstag, 19.30 Uhr Schulzentrum Ost) ordentlich in Zugzwang, während sich das Top-Trio bereits wieder meisterlich präsentierte.

    Der TSV Rothenburg (11.) steckt zum Rückrundenauftakt mit erst acht Punkten auf der Habenseite tief im Abstiegskampf. Nach der 26:29 (13:14)-Auswärtsniederlage gegen den direkten Konkurrenten TG Landshut (10.) wurden die Mittelfranken nun auch noch durch den überraschenden Lohrer (12.) Heimerfolg über Haspo (5.) unter Druck gesetzt. Damit dürfte das nun folgende Duell im Schulzentrum Ost an Brisanz gewinnen, wobei Haspo natürlich auch die 20:24-Hinspielniederlage vergessen machen will. In Landshut (Kabashi 7 Tore, Müller 6) waren die Rothenburger (Skaramuca 7, Schemm 6) dem anvisierten Auswärtserfolg nur 42 Minuten nahe gekommen. Bis dahin hatte der Gast wie beim 10:8 (17.) immer wieder in Führung gelegen und konnte sich bis zum 18:20-Rückstand (43.) auch auf die Durchschlagskraft von Rückraumlinks Ivan Skaramuca sowie die Treffsicherheit von Linksaußen Philipp Schemm verlassen. Danach setzte sich die individuelle Klasse der Landshuter Toptorschützen Enis Kabashi und Matthias Müller aber doch noch durch, und so gelang den Niederbayern über 23:18 (48.) bis zum 27:22 (57.) der entscheidende Lauf.

    Schon wieder in absoluter Topform präsentierte sich das Spitzentrio Bad Neustadt (1.), Waldbüttelbrunn (2.) und Friedberg (3.), wobei vor allem die Schwaben (Abstreiter 9/3, Dittger 8, Schneider 6) beim überdeutlichen 32:16-Auswärtssieg gegen den Vorletzten Eichenauer SV (M. Riemschneider 7) nie ernsthaft gefordert wurden.

    Zumindest eine Halbzeit hatte hingegen der HSC Bad Neustadt (Hines 8/2, Fraggis 7/1) gegen den Tabellenachten HT München (Heinle 5/5) harte Arbeit zu verrichten, ehe der noch deutliche 27:17 (11:9)-Heimsieg feststand. Bis zur Pause zeigte sich der Gast kampfstark und ärgerte den haushohen Favoriten immer wieder. Erst mit der frühen dritten Zeitstrafe und der damit verbundenen Disqualifikation des wurfstärksten Münchners, Emil Kottmeier (43.), wurde es dann deutlicher, und der Spitzenreiter zog schnell auf 23:14 (50.) davon. Recht souverän wirkte auch die DJK Waldbüttelbrunn (Kwiatkowski 11/2, Glöggler 6) beim ersten Auftritt des neuen Jahres. Beim Schlusslicht HSG Würm-Mitte (Rädler 9/4) setzte sie sich nach dem 12:10 (26.) kontinuierlich ab und war beim 23:17 (47.) außer Gefahr.

    Spitzenreiter setzt ein Zeichen

    Gleich ein beeindruckendes Zeichen setzte derweil der immer noch verlustpunktfreie Tabellenführer der Damen-Bayernliga, ASV Dachau (Niedert 7/3), mit dem 21:19 (9:10)-Auswärtssieg beim Dritten HC Erlangen (Peters 5). In der kampfbetonten Partie waren die Erlangerinnen beim 13:9 (34.) sowie 14:10 (36.) scheinbar schon drauf und dran, dem Spitzenreiter die erste Saisonniederlage beizubringen. In der Folge rührte der ASV defensiv aber Beton an, und ein 9:2-Lauf zur Dachauer 19:16-Führung (53.) untermauerte dann beeindruckend die Ambitionen der Gäste.

    Der kommende Haspo-Gast 1. FC Nürnberg (11.) ist nach der deutlichen 21:29-Auswärtsniederlage gegen den starken Aufsteiger HSG Freising-Neufahrn (4.) weiter auf der Suche nach dem Befreiungsschlag im Tabellenkeller. Dabei brachte sich der Club (Glowienka 9/3, Wild 6) nach dem guten Start bis zum 5:5 (13.) bereits frühzeitig mit einer folgenden Schwächephase um alle Möglichkeiten. Ein vernichtender 1:12-Lauf zum 6:17 (28.) war gleichermaßen entmutigend und vorentscheidend. Den Nürnbergerinnen gelang danach immerhin noch Schadensbegrenzung. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 29. Januar 2019, Seite 26