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    Fernduell geht weiter

    20.11.2018

    Bayernliga-Spitzenduo tut sich aber schwer

    Noch drei Spieltage stehen bis zur Winterpause für die Mannschaften in der Herren-Bayernliga an (für Haspo Bayreuth sind es noch vier Partien), und bereits vor dem Jahreswechsel zeichnet sich ein Zweikampf um die Meisterschaft ab. Spitzenreiter HSC Bad Neustadt und die nur zwei Zähler schlechtere DJK Waldbüttelbrunn taten sich am Wochenende zwar schwer, kamen dann aber doch wieder verlustpunktfrei durch und liefern sich somit weiter ein spannendes Fernduell. Dahinter reihen sich im breit aufgestellten Verfolgerfeld mit maximal acht Minuspunkten Friedberg, Günzburg, Bayreuth, Rimpar II und etwas überraschend auch die am kommenden Samstag (19.30 Uhr) zum Nachholspiel bei Haspo gastierende SG Regensburg ein.

    Die klar favorisierten Waldbüttelbrunner (Paul 8/4 Tore, Glöggler 5) wären gegen den Tabellenachten TSV Haunstetten (Schnitzlein, Zimmerly je 5) beim denkbar knappen 29:28 (16:12)-Heimsieg beinahe ausgerutscht. Dabei führten die Würzburger Vorstädter ohne ihren angeschlagenen Spielmacher Manuel Feitz nach ausgeglichenem Beginn (5:5/9.) beim 15:8 (23.) schon frühzeitig deutlich und scheinbar sicher. Doch direkt nach Wiederbeginn war Haunstetten beim 16:14 (32.) wieder in Schlagdistanz. Auch ein weiterer Zwischenspurt zum 21:17 (40.) und die 25:21-Führung (49.) brachten noch keine Entscheidung. Beim 28:26 (56.) vergab Andreas Paul einen Siebenmeter, und die nie aufsteckenden Gäste verkürzten gar auf 27:28 (59.). Nach dem neuerlichen Anschlusstreffer zum 28:29 hatte der TSV dann sogar noch 55 Sekunden Zeit für den Ausgleich, der aber nicht mehr gelingen sollte.

    Deutlich weniger Probleme, aber dennoch Schwerstarbeit zu verrichten hatte der immer noch makellose HSC Bad Neustadt (M. Schmitt 9/4, Hines 5) im Nachbarderby beim Vorletzten TSV Lohr (J. Schmitt 5/2). Denn die stark gefährdete Heimmannschaft aus dem Spessart verkaufte sich unter der Leitung der souveränen Bayreuther Schiedsrichter Yannick Berghammer und Stefan Kalina sehr teuer und ließ sich nach dem deprimierenden 3:10-Start (22.) eben nicht abschießen. Zwar drohte auch noch bei den Zwischenständen von 8:18 (39.) und 13:22 (54.) ein Debakel, doch es spricht für die Moral der Lohrer, dass ein abschließender 5:1-Lauf zum etwas versöhnlichen 18:23 (7:13)-Endstand führte.

    Nach bitteren Niederlagen gegen Bayreuth (24:27) und Waldbüttelbrunn (25:27) ist dem TSV Friedberg (3., Abstreiter 6/2) gegen die DJK Rimpar II (6., Wirth 7) mit 29:24 (13:11) ein wichtiger Heimsieg gegen einen direkten Konkurrenten im Rennen um die Spitzenplätze gelungen. Richtig gut zurechtgefunden hat sich der Aufsteiger und kommende Haspo-Gast SG Regensburg in der bayerischen Königsklasse. Mit erst sieben Minuspunkten sind die Oberpfälzer (Mar. Elgeti 8/2, Uhl 6) Tabellensiebter und untermauerten ihren Platz im Verfolgerfeld mit dem 27:24 (12:12)-Auswärtserfolg über den ersatzgeschwächten Neunten HT München (Wöss 6).

    Knappe Niederlage für nächsten Haspo-Gegner

    Nichts Neues gab es vor der Spielpause an der Tabellenspitze der Damen-Bayernliga. Im Münchner Derby hatte der immer noch verlustpunktfreie Tabellenführer ASV Dachau beim TSV Ismaning (7.) zumindest in der Deutlichkeit überraschend wenig Mühe und gewann 30:15 (13:6). Der kommende Haspo-Gastgeber HSG Fichtelgebirge (am 1. Dezember um 14.30 Uhr in Marktredwitz) steckt vor dem Oberfrankenderby hingegen immer tiefer im Abstiegskampf und benötigt unbedingt wieder ein Erfolgserlebnis. Beim direkten Konkurrenten 1. FC Nürnberg (11.) setzte es für die Fichtelgebirgler (10.) eine denkbar knappe 25:26 (13:18)-Niederlage. Somit steht die HSG gegen Bayreuth fast schon unter Siegzwang. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 20. November 2018, Seite 29