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    27.03.2018

    In der Herren-Bayernliga verschärft sich der Abstiegskampf / TV Erlangen-Bruck steht kurz vor dem Titelgewinn

    Nach dem 22. Spieltag drohen der Herren-Bayernliga mehr denn je gleich vier Absteiger. Während Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck im Fernduell mit dem VfL Günzburg (2.) nur noch drei Punkte aus den letzten vier Partien zum Titel benötigt, dürfte der Abstiegskampf nach den Niederlagen der bayerischen Drittligisten HSC 2000 Coburg II (24:36 beim ehemaligen Schlusslicht TV Gelnhausen) und HSC Bad Neustadt (21:24 beim HC Erlangen) deutlich an Dramatik gewonnen haben. Coburg ist nun Letzter und auch Bad Neustadt droht auf dem vorletzten Platz bei drei sicheren Abstiegsplätzen der sportliche Niedergang.

    Umso wichtiger war daher auch der 27:24 (13:13)-Überraschungssieg für den TSV Unterhaching (9.) gegen den TSV Friedberg (4.). Somit hat die Mannschaft aus dem Münchner Süden wieder zwei Punkte Vorsprung auf den ersten möglichen Abstiegsplatz elf (TSV Rothenburg) und beendete damit zugleich seine seit vier Spielen anhaltenden Negativserie. Dabei deutete sich gleich in Halbzeit eins die Überraschung an, als Unterhaching (Borschel 6/4 Tore) Friedberg (Abstreiter 6/4) mit einer sehr entschlossenen Abwehrarbeit (16 Zeitstrafen) den Schneid abkaufte. Ein 5:1-Lauf vom 3:4 (11.) zum 8:5 (18.) entfachte dann erstmals Hoffnung und so warf die Oberbayern auch der mehrmalige Friedberger Ausgleich ab dem 9:9 (22.) nicht zurück. Letztmals stand es beim 15:15 (36.) remis, über 20:17 (44.) entschied der umsichtige Spielmacher Martin Dauhrer beim 24:20 (56.) das Spiel.

    Eine starke Empfehlung gab derweil der TSV Haunstetten (5.) mit seinem 28:28 (19:16) bei Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck (Meyer 9/6, Mücke 5) ab, bevor die Augsburger (Horner 11/7, Schnitzlein 5) nach der einwöchigen Osterpause Haspo Bayreuth empfangen (Samstag, 7. April). Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase bis zum 10:10 (16.) lag für Haunstetten beim 14:11 (21.) und bei der 19:16-Pausenführung sogar der ganz große Wurf in Reichweite. Bis zum 23:21 hielt der knappe Vorsprung des TSV, ehe der designierte Meister Erlangen-Bruck mit einem 6:1-Lauf zum 27:24 (55.) seine ganze Klasse unter Beweis stellte. Auch begünstigt durch zwei Überzahlsituationen gewannen die Schwaben die letzten fünf Minuten aber mit 4:1 und sicherten sich noch den Punkt.

    Im Kampf um die Nichtabstiegsplätze lieferten sich der TSV Lohr (10.) und die DJK Rimpar II (7.) ein intensives Unterfrankenderby mit 28 Strafminuten und drei Roten Karten. Dabei überschlugen sich gerade in den letzten elf Sekunden die Ereignisse. Erst traf Rimpars Andreas Paul (4) zur 27:26-Gästeführung, ehe DJK-Toptorschütze Philipp Meyer (9/3) nach einem Schlag ins Gesicht von Lohrs Rückraumlinks Bohuslav Zeleny (5/3) Rot sah. Beim folgenden Siebenmeter behielt der Gefoulte die Nerven und warf zum gerechten 27:27-Endstand ein.

    In der Damen-Bayernliga gewann Tabellenführer HSG Würm-Mitte (Oertel 6, Beba 6/1) eine Woche nach dem Sieg im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten HSV Bergtheim (29:25) nun auch zuhause gegen den Tabellendritten ASV Dachau (Schneider 4). Allerdings musste sich die HSG nach einer überragenden ersten Halbzeit (15:9) noch ordentlich strecken.

    Der kommende Haspo-Gastgeber SG Schwabach/Roth (Samstag, 7. April) ist als Tabellenvorletzter nach der deutlichen 18:33 (8:14)-Auswärtsklatsche beim HC Erlangen (Reuthal 8, Bissel 8/2) hingegen wohl fast schon sicher abgestiegen. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 27. März 2018, Seite 30