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    Sensation lag in der Luft

    06.02.2018

    Ottobeuren bringt Spitzenreiter an Rand einer Pleite

    Das wäre kurz vor der zweiwöchigen Spielpause wohl die größte Sensation der gesamten bisherigen Saison in der Herren-Bayernliga gewesen. Der kommende Haspo-Gast TSV Ottobeuren (Samstag, 24. Februar) hätte am 17. Spieltag beinahe den immer noch verlustpunktfreien Tabellenführer TV Erlangen-Bruck zu Fall gebracht. Am Ende musste sich der abstiegsbedrohte Tabellendreizehnte dann aber doch noch knapp mit 29:30 (13:14) geschlagen geben.

    Viele Ottobeurer Zuschauer dürften sich verwundert die Augen gerieben haben, als der TSV (Trifunovic 10/2 Tore, Tomic 8) nach einer starken Anfangsphase mit 6:3 (10.) gegen den haushohen Favoriten TV Erlangen-Bruck (Meyer 8/2, Völcker 6) führte. Denn mit erst sieben Zählern stehen die Unterallgäuer ansonsten doch schon recht trostlos im Tabellenkeller. Selbst nach einem Erlanger Zwischenhoch beim 8:11 (18.) ließ sich die Heimmannschaft aber nicht abschütteln und fand immer wieder Wege, die gegnerische Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Direkt nach Wiederbeginn schien sich der Favorit dann aber doch wie gewohnt abzusetzen. Über 17:13 (34.) enteilte der TV schnell auf 23:18 (43.). Eine Zeitstrafe gegen Abwehrchef Bastian Krämer (48.) brachte die Gäste dann aber bedenklich aus dem Takt. Über 22:24 (48.) stellte Ottobeuren beim 26:27 (55.) wieder den Anschluss her und als der starke Rechtsaußen Karlo Tomic nur 30 Sekunden später gar zum 27:27 einwarf, schien die Sensation greifbar. Erlangen-Bruck blieb jedoch beeindruckend gelassen und mogelte sich doch noch zum knappen Auswärtssieg.

    Mit dem gleichen Ergebnis besiegte der VfL Günzburg (Jensen 10, Scholz 7) im Verfolgerduell den TSV Haunstetten (A. Horner 8, M. Horner 5) und untermauerte damit die bislang hervorragende Saison. Allerdings sprach nach dem 1:6-Fehlstart (11.) nur wenig für den Heimerfolg. Diesem Rückstand lief der VfL bis zum 7:12 (23.) kontinuierlich hinterher, ehe man zur Aufholjagd blies. Spielmacher Nicolai Jensen und Rückraumlinks Manuel Scholz waren nun kaum mehr zu stoppen und so führte der Gastgeber beim 17:16 (36.) erstmals wieder seit dem 1:0 (2.). Fortan wog das Spiel hin und her, wobei Günzburg am Ende eben den Tick abgezockter wirkte.

    Sehr souverän blieb derweil die DJK Waldbüttelbrunn (Feitz 8/5) beim 24:20 (17:9) gegen die Zweitligareserve der DJK Rimpar (Meyer 5). Dabei reichte den Hausherren eine starke erste Halbzeit zum Sieg.

    In der Damen-Bayernliga gelang dem kommenden Haspo-Gast TSV Ottobeuren (Samstag, 24. Februar) gegen den HC Erlangen (4.) ein Überraschungserfolg. Der arg vom Verletzungspech gebeutelte Tabellenneunte (Merditaj 5) schaffte mit einem Abwehrbollwerk nämlich einen 19:18 (8:7)-Heimsieg gegen die favorisierten Erlangerinnen (Peschko 9/3), wobei sich kein Team im gesamten Spielverlauf einmal deutlicher absetzen konnte. Lediglich beim 8:6 (26.) und beim letztendlich schon vorentscheidenden 19:16 (54.) war der TSV am Drücker und gewann daher auch verdient. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 6. Februar 2018, Seite 30