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    Spitzenreiter muss sich strecken

    28.11.2017

    Erlangen-Bruck beim nächsten Haspo-Gegner Lohr am Rande der ersten Niederlage

    Am Rande der ersten Niederlage hatte am drittletzten Hinrundenspieltag der Herren-Bayernliga der TSV Lohr (8.) den TV Erlangen-Bruck. Der heimstarke kommende Gast von Haspo Bayreuth (16. Dezember, 19.30 Uhr) verlangte dem immer noch verlustpunktfreien Tabellenführer alles ab, so dass sich die Mittelfranken ordentlich strecken mussten. Erst kurz vor Schluss sicherten sie sich mit dem 31:29 (16:16) den elften Sieg im elften Saisonspiel und profitierten vom Haspo-Ausrutscher bei der DJK Rimpar II (23:23).

    Aber auch der Spitzenreiter (Meyer 13/6 Tore, Kohler 6/1) hätte beinahe Federn lassen müssen. Lohr (Gremzde 11, Zeleny 6/2) spielte vor der gewohnt lautstarken Heimkulisse nämlich groß auf und war in der ersten Hälfte sogar die bessere Mannschaft. Das Problem der Unterfranken war jedoch, dass sie aus ihrer wirklich guten Form schlichtweg zu wenig machten. Die hartnäckigen Gäste hatten im ehemaligen Lohrer Rückraumlinks Steffan Meyer einmal mehr einen überragenden Spieler in ihren Reihen.

    Zwar gingen die Hausherren nach dem 1:1 (3.) immer wieder in Front und legten vom 5:3 (8.) bis zum 12:10 (20.) zwei Tore vor, aber der Tabellenführer blieb ruhig und selbstbewusst. Beim 13:12 (22.) übernahm der TV dann erstmals seit dem 1:0 (3.) wieder die Führung und verschaffte sich direkt nach dem Seitenwechsel ein kleines Polster (21:18/43.). Angetrieben vom wie aufgedreht spielenden Rückraumspieler Janis Gremzde ließ Lohr den Favoriten aber eben nicht einfach davonziehen.

    So steuerte die ansehnliche Begegnung über das 22:23 (50.) und 26:27 (54.) auf eine spannende Schlussphase zu. Zwischen dem 28:30 und dem vorentscheidenden 28:31 47 Sekunden vor Schluss fielen fast zwei Minuten lang keine Tore. Der TSV hatte dabei gleich mehrfach die Chance, zu verkürzen, aber wieder blieb der Tabellenerste souverän und nutzte die Fehler der Gastgeber eiskalt aus.

    Lange Zeit wie der sichere Sieger sah der TSV Unterhaching (7.) im Duell der überraschenden Verfolger beim VfL Günzburg (3.) aus. Nach einer Sechs-Tore-Führung gelang den Münchner Vorstädtern aber 17 Minuten kein einziger Treffer mehr, und sie verloren noch mit 27:30 (18:16). Legte der VfL (Knittl 7/4, Scholz 6) vor den zahlreichen Zuschauern über 4:2 (7.) und 8:6 (15.) noch einen verheißungsvollen Start hin, wurde Unterhaching (Dauhrer 8, Heinle 5/1) zum Ende der ersten Halbzeit immer besser und glich beim 15:15 (26.) erstmals seit dem 1:1 (4.) wieder aus.

    Nach der Pause hatte der TSV dann seine stärkste Phase, und Spielmacher Martin Dauhrer bekam von Rückraumlinks Philipp Heinle wertvolle Unterstützung. So enteilte Unterhaching über 21:17 (33.) zum 26:20 (43.) scheinbar vorentscheidend. Während die Gäste nun nachließen, war der Kampfgeist der Günzburger plötzlich wieder geweckt. Mit einer 8:0-Serie zum 28:26 (60.) drehten sie die Partie zu ihren Gunsten.

    Weiter vergrößert haben sich in der Damen-Bayernliga die Abstiegssorgen des kommenden Haspo-Gastes HG Ingolstadt (16. Dezember, 17.30 Uhr). Bei der 29:38 (17:19)-Niederlage gegen den HC Erlangen (4.) war der Tabellendreizehnte (Jens 9, Pöschmann 6/2) nur in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe mit den offensivstarken Gästen (Peschko 8/5, Walzik 7/3). Nach dem Ingolstädter Tor zum 19:21 (34.) sorgte Erlangen mit einem 10:2-Lauf zum 31:21 (49.) für klare Verhältnisse.berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 28. November 2017, Seite 28