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    Rückblick auf den ersten Spieltag der Herren-Bayernliga: Gleich Spannung pur

    15.09.2015

    Bayernliga-Favorit Waldbüttelbrunn führt Feld an.

    Nach dem ersten Spieltag in der Herren-Bayernliga bleibt die Erkenntnis, dass es eine ganz enge und vor allem ausgeglichene Saison werden könnte. Gleich fünf von sieben Partien endeten mit nur drei Tore Unterschied oder weniger. Richtig deutlich gewannen zum Auftakt nur die mutmaßlichen Meisterschaftsfavoriten.

    Der unterfränkische Topfavorit DJK Waldbüttelbrunn zeigte dabei dem Aufsteiger und Gastgeber TSV Allach mit 29:15 (14:7) deutlich die Grenzen auf und untermauerte als erster Spitzenreiter der Saison seine Ansprüche, nach zwei Vizemeisterschaften endlich in die Dritte Liga aufsteigen zu wollen. Die DJK startete nach kurzer Anfangsnervosität gleich souverän und führte bereits beim 9:4 (17.) deutlich. Vor allem die rechte Angriffseite der Unterfranken bekamen die Münchner auch in der Folge nicht in den Griff. Rückraumrechts Julian Stumpf (5 Tore) und Rechtsaußen Lukas Lutz (7/1) trafen quasi nach Belieben und so war die Partie beim 19:11 (43.) bereits vorentschieden.

    Ebenfalls stark startete Ex-Drittligist TSV Friedberg: Gegen den zweiten Aufsteiger, TV Erlangen-Bruck, hatten die Augsburger beim letztendlich deutlichen 33:23 (17:14)-Heimsieg aber lange Zeit große Probleme. Gegen die offensiv ausgerichtete Friedberger Abwehr zeigte sich Erlangen-Bruck nämlich gut vorbereitet und kam immer wieder zu einfachen Toren. So blieben die Schwaben zwar ab dem 3:2 über 12:10 (20.) bis zum Pausenstand ständig in Führung, doch die Mittelfranken blieben hartnäckig in Schlagdistanz. Daran sollte sich auch nach der Halbzeit erst einmal nichts ändern. Erst als der Aufsteiger nach dem zwischenzeitlichen 18:16 (34.) elf Minuten lang ohne Treffer blieb, zog der TSV in Manier einer Spitzenmannschaft davon. Über 24:18 war den Hausherren spätestens beim 29:19 der Heimsieg nicht mehr zu nehmen. Gerade in dieser entscheidenden Phase war Rückraumlinks Fabian Abstreiter (9/1) kaum mehr zu bremsen und ließ sich auch von einer Manndeckung nicht vom Torewerfen abhalten. Friedbergs Trainer Manuel Vilchez-Moreno zeigte sich neben der Teamleistung aber vor allem von einem Spieler sehr angetan: „Ein großes Lob geht an unseren Keeper Benjamin von Petersdorff, er hat ausgezeichnet gehalten und uns mit seinen vielen Paraden sehr geholfen.“

    Für eine kleine Überraschung sorgte hingegen gleich der letztjährige Fast-Absteiger SV Anzing. Im Derby gegen den TSV Unterhaching setzten sich die Gastgeber in ihrer neuen vereinseigenen Halle vor gut 500 Zuschauern mit 26:24 (11:13) durch und holten dabei sogar einen zwischenzeitlichen 6:11-Rückstand auf. Großen Anteil am knappen Heimsieg hatte dabei auch ein Ex-Bayreuther. Spielmacher Julian Ruckdäschel, vor der Saison vom TSV Unterhaching nach Anzing gewechselt, war mit sechs Treffern erfolgreichster Werfer und behielt gerade in der entscheidenden Schlussphase kühlen Kopf. Ein weiterer Ex-Bayreuther ragte mit Thomas Schibschid (6/1) beim Verlierer heraus, konnte die Auftaktpleite aber nicht abwenden.

    Der nächste Gegner von HaSpo Bayreuth legte mit einer Heimniederlage los. Der Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck II musste sich dem HC Sulzbach in eigener Halle mit 21:24 (9:13) geschlagen geben. Dabei lagen die Münchner über 60 Minuten immer in Rückstand, gaben das Spiel jedoch nie verloren. Die Entscheidung war dann ein Sulzbacher 5:1-Lauf von 17:18 auf 18:23 in der Schlussphase.

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 15. September 2015