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  • Saisonauftakt gegen den Vizemeister

    01.07.2015

    Haspo-Frauen müssen im zweiten Drittliga-Jahr 7800 Autobahnkilometer zurücklegen
    Nachdem bereits seit Mitte Juni bekannt ist, dass die Frauen von Haspo Bayreuth erneut in den Osten eingruppiert werden, wurde nun auch der Spielplan veröffentlicht. Dabei erwartet die Bayreutherinnen in ihrem zweiten Drittliga-Jahr zum Auftakt ein echter Hammer: Sie empfangen am 19. September um 17.30 Uhr im Schulzentrum Ost den Vorjahreszweiten Germania Fritzlar.

    Eine Woche später folgt mit dem Gastspiel bei der HSG Osterode Harz mit 320 Fahrtkilometern einfach zunächst eine der kürzeren Auswärtsfahrten. Insgesamt werden die Haspo-Damen in dieser Saison fast 7800 Kilometer auf der Autobahn verbringen. Bei elf Auswärtsspielen also ein Schnitt von 353 Kilometern einfach. Dabei ist die kürzeste Fahrt zum letztjährigen Mitaufsteiger und diesjährigen Aufstiegsfavoriten HSV Marienberg (186 Kilometer), die weiteste Fahrt führt Haspo in diesem Jahr nach Bad Salzuflen (445 Kilometer).

    Eine Einschätzung zur Stärke der Liga ist derzeit noch nicht möglich, da sich die Kader der Mannschaften teilweise stark verändert haben. Klar ist jedoch, dass insbesondere die letztjährigen Beinahe-Absteiger aus der schweren Vorsaison gelernt haben. So haben sich die beiden Relegationsteilnehmer Rohrsen und Altlandsberg international verstärkt. Während der Berliner Vorortclub Altlandsberg dabei offensichtlich primär auf polnische Neuzugänge setzt, ist es Rohrsen unter anderem sogar gelungen, mit Aida Dorovic eine ehemalige jugoslawische Nationalspielerin und Championsleague-Teilnehmerin in die 3. Liga zu locken.

    Doch auch am oberen Ende der letztjährigen Tabelle hat sich etwas getan. Der HSV Marienberg, der bereits in der Vorsaison ein internationales Starensemble ins Rennen geschickt hat, hat durch seine Personalpolitik deutlich unterstrichen, dass die 3. Liga noch nicht das Ende der Fahnenstange sein soll. So verpflichteten die Sächsinnen mit dem Dänen Bjarne Jakobsen einen hauptamtlichen Trainer mit Erstligaerfahrung und verstärkten zudem ihr Team mit Marcella Splechtova, Bianca Grigore und Victorijy Murgovska aus Tschechien, Rumänien beziehungsweise Mazedonien. Nach Bayreuth kommt das internationale Sammelsurium allerdings erst am letzten Spieltag am 23. April des nächsten Jahres. Zu diesem Zeitpunkt hoffen die Haspo-Damen, bereits am rettenden Ufer zu sein. Denn nach dem großen Umbruch kann „etwas anderes als der Klassenerhalt in diesem Jahr nicht das Ziel sein“, stellt Haspo-Coach Thomas Hankel klar, dass sich an den Ansprüchen vom Vorjahr trotz der überraschend guten Platzierung – am Saisonende stand der sechste Rang – nichts geändert hat.

    Doch auch um dieses Ziel zu erreichen hat Haspo noch viel Arbeit vor sich. Zunächst einmal gilt es, den durchweg jungen und unerfahrenen Neuzugängen Erfahrungen auf höchstem Niveau zu vermitteln. Wie bereits im Vorjahr stehen daher einige hochklassige Turnierteilnahmen auf dem Fahrplan der Bayreutherinnen. Während sie Mitte August in Chemnitz neben dem HSV Marienberg auch auf das Zweitliga-Spitzenteam BSV Sachsen Zwickau treffen, stehen eine Woche später beim Lotto-Cup in Ludwigsburg bereits in der Vorrunde Begegnungen mit dem Bundesligisten Frisch Auf Göppingen und dem Schweizer Vizemeister Spono Nottwil auf dem Programm. Am 29. August treffen sich dann alle bayerischen Drittligisten zum Bayern-Cup in Regensburg. th

    Nordbayerischer Kurier vom Mittwoch, 1. Juli 2015, Seite 27
    Vorrundentermine

    Samstag, 19. September: Haspo – Germania Fritzlar (17.30 Uhr); Sonntag, 27. September: HSG Osterode/Harz – Haspo (16.30 Uhr); Samstag, 3. Oktober: Haspo – HC Leipzig II (17.30 Uhr); Samstag, 17. Oktober: Berliner SC – Haspo (16 Uhr); Sonntag, 25. Oktober: HSG Union Halle – Haspo (16 Uhr); Samstag, 31. Oktober: Haspo – MTV Rohrsen (17.30 Uhr); Samstag, 7. November: Frankfurter HC – Haspo (16 Uhr); Samstag, 21. November: Haspo – HSG Blomberg-Lippe II (17.30 Uhr); Samstag, 28. November: MTV Altlandsberg – Haspo (19.30 Uhr); Samstag, 5. Dezember: Haspo – SG Bad Salzuflen (17.30 Uhr); Samstag, 12. Dezember: HSV Marienberg – Haspo (17.30 Uhr). red

    Nordbayerischer Kurier vom Mittwoch, 1. Juli 2015, Seite 27