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  • Rückblick auf den 8. Spieltag der Herren-Bayernliga

    11.11.2014

    22 Treffer reichen nicht: Coburger Karapetjan stellt tollen Rekord auf und verliert

    Den wohl spektakulärsten Schlagabtausch am achten Spieltag der Männer-Bayerliga lieferten sich die beiden nächsten Gegner von Haspo Bayreuth und SV 08 Auerbach. Der TSV Unterhaching, der am kommenden Samstag um 19:30 Uhr in Bayreuth zu Gast ist, gewann dabei mit 39:37 (21:14) gegen die zweite Mannschaft des HSC Coburg, bei der die Auerbacher am Samstag um 18 Uhr ihre Tabellenführung verteidigen müssen.

    Herausragend war dabei der außergewöhnlich Torrekord des Coburger Spielmachers Hajck Karapetjan. Der armenische Nationalspieler erzielte allein sage und schreibe 22 Treffer. Dass darunter nur vier Siebenmeter waren, ist fast ebenso unglaublich wie die Tatsache, dass er mit seiner Mannschaft trotzdem als Verlierer vom Platz ging.

    Im ersten Durchgang schien alles auf einen sicheren Heimsieg des TSV Unterhaching hinauszulaufen. Den Coburgern fehlte mit Jan Kästner eine ganz wichtige Stütze im Rückraum, sodass sich die kompakte 6:0-Abwehr der Gastgeber ganz auf Hajck Karapetjan und Jonathan Rivera konzentrieren konnte. Bevor Karapetjan überhaupt zu seiner persönlichen Torflut ansetzen konnte, stand es schon 4:1 (4.), und später in der ersten Halbzeit kamen die Gäste nur beim 11:8 (18.) noch einmal halbwegs nahe heran.

    An dieser Tendenz änderte auch die Halbzeitpause nichts, denn die Unterhachinger bauten ihren Vorsprung bis auf 32:22 aus (42.). Immer wieder waren sie dabei durch ihr Spiel über den jederzeit brandgefährlichen Kreisläufer Johannes Borschel (11) oder ihren Rückraumschützen Mathias Salger (8) erfolgreich. Da zudem der Ex-Bayreuther Thomas Schibschid (6) eine individuell sehr starke Leistung bot, schien der TSV-Sieg zu diesem Zeitpunkt so gut wie festzustehen. In diesem Bewusstsein ließen die Unterhachinger jedoch jegliche Konzentration vermissen und leisteten sich mit allzu riskantem Spiel einen Ballverlust nach dem anderen. Angetrieben vom regelrecht aufgedrehten Karapetjan kamen die Oberfranken somit über 35:29 (50.) gar bis auf 37:36 (58.) heran. Dass das Spiel nicht endgültig kippte, hatten die Hachinger dann eher ihrem Gegner zu verdanken: Rivera lieferte sich nämlich mit den Unparteiischen so lange ein Wortgefecht, bis er die Rote Karte sah und damit sein Team schwächte. Diese Überzahl nutzte der TSV zur Entscheidung.

    Im Kellerduell des Tages gelang dem TSV Lohr (12.) beim punktlosen Schlusslicht TSV Friedberg II mit 31:27 (13:12) der lang ersehnte erste Saisonsieg. Den Unterfranken (Zeleny 9/4, Meyer, Avar je 4) war die Erleichterung dann auch deutlich anzusehen. Gegen die bisweilen unorthodoxen Friedberger (Pupeter 8/2, Knittl 6) wirkten sie nach der 9:3-Führung (15.) zwar nicht immer souverän, brachten den Sieg aber sicher ins Ziel.

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 11. November 2014