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    Männliche A-Jugend schafft ersten Schritt in Richtung Bundesliga

    06.05.2014

    Verrücktes Turnier: Spannung bis zuletzt.

    Den ersten Schritt auf dem Weg zur Qualifikation für die Bundesliga hat die männliche A-Jugend von Haspo Bayreuth geschafft. Wie kurz gemeldet, gelang beim Turnier der vier bayerischen Bewerber in Allach der Gesamtsieg, der in der ersten übergreifenden Runde mit Vertretern aus Baden-Württemberg am 24./25. Mai mit dem Heimvorteil belohnt wird.

    Dabei kam der wichtige Erfolg auf sehr dramatische Weise zustande. Jedes einzelne Spiel war ausgeglichen, und im Gesamtergebnis blieb es buchstäblich spannend bis zur letzten Sekunde. Gastgeber TSV Allach hätte in der letzten Partie mit einem Sieg gegen DJK Rimpar den Turniersieg erringen können. Er führte auch schon mit sechs Toren, verlor aber mit 18:19 – und wurde dadurch Letzter!

    Das klarste aller Ergebnisse gelang der Haspo-Jugend mit 31:25 (15:9) gegen den späteren Turnierzweiten DJK Rimpar. Die Bayreuther zeigten sich in beiden Mannschaftsteilen überlegen und verdienten den Sieg auch in dieser Höhe. Garanten waren eine gut funktionierende offensive 3-2-1-Abwehr und eine sehr geringe Fehlerquote im Angriff.

    Diese Leistung konnte dann gegen den TSV Allach aber nicht noch einmal im erforderlichen Umfang abgerufen werden. Allerdings ist auch fraglich, ob zwei unmittelbar aufeinander folgende Spiele über je zweimal 25 Minuten einen gerechten Wettbewerb garantieren können. Viele ungenaue Würfe und eine erschreckend hohe Zahl von technischen Fehlern (Fehlpässe), gepaart mit Pech im Erobern von Abprallern, führten dazu, dass sich keine Mannschaft mit mehr als zwei Toren absetzen konnte. Unglücklich und auch unnötig musste Haspo schließlich wenige Sekunden vor dem Ende das entscheidende Gegentor zum 20:21 (10:12) hinnehmen.

    Somit mussten die Bayreuther gegen den bisherigen Bundesligisten VfL Günzburg unbedingt gewinnen, und wie das gelang, war denkwürdig: Schnell lag Haspo mit 2:5 zurück, und die einzige verfügbare Auszeit konnte nicht verhindern, dass der Abstand Mitte der ersten Hälfte auf 3:11 anwuchs. Bis zur Pause kam Haspo mit höherem Engagement auf 9:15 heran, aber für eine Wende sprach wenig. In der zweiten Hälfte gelang jedoch eine außergewöhnliche Aufholjagd, wobei Haspo auch davon profitierte, dass in diesem Fall der Gegner sein zweites Spiel in Folge bestreiten musste. Eine Umstellung in der Abwehr auf eine ungewohnte 6:0-Formation sowie ein unbändiger Wille zur Schwerstarbeit in der Defensive ermöglichte acht Minuten vor dem Ende erstmals beim 21:21 den Ausgleich. Zwar geriet Haspo noch einmal mit 22:24 in Rückstand, aber in den letzten vier Minuten gelangen vier Tore in Folge zum vielumjubelten 26:24-Sieg.

    Hätte Haspo gegen Allach das Unentschieden ins Ziel gebracht, wäre der Turniersieg damit schon sicher gewesen. So jedoch war man auf die Hilfe der DJK Rimpar gegen die Gastgeber angewiesen, und danach sah es bei einem 6:12-Rückstand der Unterfranken bei Halbzeit ganz und gar nicht aus. Es passte aber zu diesem „verrückten“ Turnierverlauf, dass auch Rimpar noch eine spektakuläre Wende schaffte und mit 19:18 gewann.

    Haspo wurde dem Ruf einer ausgeglichen besetzten Mannschaft gerecht. In verschiedenen Phasen aller Spiele setzte immer wieder ein anderer Spieler die Akzente. Das Team trat sehr geschlossen auf, wenngleich man noch an der Integration der Neuzugänge arbeiten muss und auch für einige Spieler der ehemaligen B-Jugend die neue Jahrgangsstufe eine Umstellung bedeutet. Sehr beeindruckend war das Leistungsvermögen des Zirndorfer Neuzugangs Jakob Hoffmanns und die mitreißende Kampfkraft von Timm Munzert in der Abwehr im letzten Spiel, als viele Akteure sichtlich mit den Kräften am Ende waren.

    Haspo Bayreuth:
    Pfeifer, Benjamin – Klima, Goeritz, Nicola (2), Baldauf (2), Pritschet (3), Schreibelmayer (20/4), Willacker (2), Saborowski (7), Meyer-Siebert (3), Hammer (8/2), Hoffmanns (19), Munzert (6), Neuß (6).

    aber
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 6. Mai 2014