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    Rückschau auf den vorletzten Spieltag der Herren-Bayernliga

    29.04.2014

    Das bittere Ende der Dinos: TSV Ottobeuren und TSV Rothenburg steigen in die Landesliga ab.

    Der vorletzte Spieltag in der Männer-Bayernligasaison 2013/14 wird in die Historie eingehen. Denn er brachte für den TSV Ottobeuren den bitteren Gang in die Landesliga nach 16 Jahren in der Bayernliga mit sich. Zudem muss ein weiterer Bayernliga-Dino den schweren Gang in die Landesliga antreten: Nach der 26:31-Heimpleite gegen den TSV Haunstetten (3.) kann sich auch der TSV Rothenburg rechnerisch nicht mehr retten.

    Auch ein kurzfristiger Trainerwechsel verhinderte das Abstiegsszenario in Ottobeuren nicht. Ausschlaggebend war die 28:32-Auswärtsniederlage beim direkten Konkurrenten HSC 2000 Coburg II. Die Vestestädter hingegen haben damit einen großen Schritt Richtung Rettung gemacht. Doch möglicherweise wird ihnen trotz Platz zehn nur ein weiterer Sieg am letzten Spieltag in Ismaning zum Klassenerhalt reichen. Den Fünften (Ismaning) und den Elften (Lohr) der Tabelle trennen nämlich weiterhin nur zwei Zähler, wodurch tatsächlich noch sieben (!) Mannschaften bis zum Schluss zittern, weil möglicherweise auch der Viertletzte runter muss.

    Ottobeuren und Coburg merkte man die Anspannung deutlich an. Sehr nervös starteten beide Teams in die Partie, wobei die Gäste mit der Drucksituation besser zurechtkamen. Schnell lag der TSV mit 6:3 (9.) in Front. Nur langsam kamen die Hausherren ins Spiel. Angetrieben durch den unermüdlichen Lukas Lutz und Nikola Franke, drehten die Coburger beim 8:7 (14.) die Begegnung. Bis zur Halbzeit setzten sich die Oberfranken gar bis auf 16:12 ab. Als der HSC mit einer 19:14-Führung auch noch gut in den zweiten Durchgang startete, schien der Abstieg der Allgäuer bereits besiegelt. Mit dem Mute der Verzweiflung kämpften sich die Gäste aber noch einmal auf 20:21 heran. Eine darauf folgende 5:0-Serie für Coburg besiegelte dann aber doch den befürchteten Abstieg des TSV Ottobeuren.

    Dass es am letzten Spieltag noch einmal richtig spannend wird, ist vor allem auf den Last-Minute-Sieg des TSV Lohr gegen den TSV Unterhaching (4.) zurückzuführen. Dabei verwandelte Kreisläufer Marius Rahtz die Lohrer Spessarttorhalle 35 Sekunden vor dem Abpfiff mit seinem Treffer zum 31:30-Endstand in ein wahres Tollhaus. Die Unterfranken haben damit weiter die Chance auf den Klassenerhalt. 45 Minuten lang war Unterhaching seiner Favoritenrolle gerecht geworden, lagen die Münchner, dank ihrer treffsicheren Toptorschützen Johannes Borschel und Mathias Salger beständig in Front. Dann drehten die Hausherren, angetrieben von Bohuslav Zeleny und Yannick Bardina, auf. Beim 28:25 (55.) schien sich Lohr sogar schon vorentscheidend abgesetzt zu haben. Doch erst Rahtz erlöste sein Team in der Schlussminute.

    Somit richten sich am letzten Spieltag viele bange Blicke auf Meister TuS Fürstenfeldbruck, ob der gegen den TSV Lohr noch ernsthaft zu Werke geht.

    HSC 2000 Coburg II – TSV Ottobeuren 32:28 (16:12):
    Tore für Coburg II: Lutz (11/1), Franke (8/2), Rivera (3), Baucke, Scholz, Heil (je 2), Böhme, Lutter, Kratzer, Jäckel (je 1); für Ottobeuren: John (5), Hubald (4/2), Wittlinger, Müller, Schaupp (je 3), Kofler, Bartenschlager, Höbel, Stumpf, More (je 2).

    HC Sulzbach – TG Landshut 26:26 (12:11):
    Tore für Sulzbach: Ströhl (7/4), Smolik (5), B. Kreyßig (5/1), T. Kreyßig, Laugner (je 3), Termer (2), Krizek (1); für Landshut: Abeltshauser (9/1), Axthaler (6), Reitmeier (4), Auernhammer (3), Christ, Gretsch, Kraus, Müller (je 1).

    TSV Lohr – TSV Unterhaching 31:30 (15:17):
    Tore für Lohr: Zeleny (10/2), Horn, Bardina (je 7), Fetser (4), Rahtz (2), Schmitt (1); für Unterhaching: Borschel (12/3), Salger (7), Becker (4/1), Wagner (3), Kottmeir (2), Stoller, Bouasker (je 1).

    DJK Waldbüttelbrunn – TSV Winkelhaid 34:22 (16:10):
    Tore für Waldbüttelbrunn: Szentgyörgyi (7/1), Kotrics (6), Tendera, Kirchner (je 4), Lomjanszki, Stumpf (je 3), Boldt, Faustmann, Meyer (je 2), Sampers (1/1); für Winkelhaid: Zahn (5/2), Bujdos (4), Rettenbacher, Piller, Gilan (je 3), Mangold (2), Pritschet, Rückl (je 1).

    TSV Rothenburg – TSV Haunstetten 26:31 (11:15):
    Tore für Rothenburg: H. Kölle (8/2), Hofmann, Schubart (je 4), Orf, Kister (je 3), F. Kölle (2), Wittmann, Striffler (je 1); für Haunstetten: Schnitzlein (7/2), Volmering (5), Schaudt (5/1), Albrecht (4), Tischinger (3), Zimmerly (3/1), Jordan (2), Bause, Smotzek (je 1).

    HC Erlangen II – TSV Ismaning 25:29 (11:11):
    Tore für Erlangen II: Böhm (8), Wunder (5), Halota (4/2), Münch (3), Meyer, Singwald (je 2), Böttger (1); für Ismaning: J. Stumpf (10/4), M. Stumpf, Mundl, Rolka (je 4), Heilmeier (3), Pohl (2), Kellner, Deimel (je 1).

    berg
    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 29. April 2014