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  • Unabhängig von der Liga: Bracher wird HaSpo-Trainer

    23.04.2013

    Unmittelbar vor der Endphase im Kampf um den Klassenerhalt in der Männer-Bayernliga hat HaSpo Bayreuth mit der Verpflichtung eines namhaften Trainers ein Zeichen gegen die Existenzangst im Fall des Abstiegs gesetzt: Unabhängig von der Ligazugehörigkeit wird Mathias Bracher die
    Nachfolge des scheidenden Bernhard Müller antreten.

    Der 50-jährige frühere Bundesligaspieler ist derzeit noch beim Zweitligisten HC Erlangen als Jugendkoordinator und Trainer in der A-Jugend-Bundesliga tätig. „Wir suchen immer nach Trainern, die eine gewisse Klasse haben, damit wir jungen Spielern etwas bieten können“, sagt HaSpo-Vorsitzender Andreas Berghammer. Schließlich gebe es für Talente nur zwei Argumente, sich für HaSpo zu entscheiden: „Entweder man kommt, weil man in Bayreuth studiert, oder wegen des Trainers.“
    In dieser Hinsicht nun mit dem Namen Bracher argumentieren zu können, „macht mich richtig stolz.“ Berghammer leugnet dabei den Gedanken nicht, dass die Kontakte des künftigen Trainers zu fränkischen Nachwuchsspielern hilfreich sein könnten: „Wir hoffen schon, dass auch durch ihn der Kader etwas breiter wird.“

    Unter kurzfristigem Erfolgszwang sehe er den Trainer dagegen nicht – auch nicht nach einem Abstieg: „Wir erwarten, dass er die Mannschaft konsolidiert, was in der Rückrunde schon begonnen hat.“ Dabei könne Bracher auf dem vorhandenen personellen Fundament aufbauen. „Alle Spieler haben sich bereit erklärt, auch in der Landesliga bei uns zu spielen“, betont Berghammer. Abgänge seien höchstens aus beruflichen Gründen möglich – wie im Fall von Michael Neumaier, der wegen eines Auslandssemesters bis zum Jahresende fehlen wird.

    Auch Mathias Bracher hat sich natürlich schon mit dem Gedanken an einen Abstieg seines neuen Vereins befasst: „Davon gehe ich sogar aus.“ Das habe bei seiner Entscheidung aber keine Rolle gespielt: „HaSpo erschien mir schon immer als sympathischer Verein, bei dem ich auch meine Vorstellungen vom Handball verwirklichen könnte. Da wird mit Herz gearbeitet und viel Wert auf die Talentförderung gelegt – und da sind ja auch schon viele gute Spieler heraus gekommen.“

    Dass dem langjährigen Kontakt zu Andreas Berghammer nun erstmals eine konkrete Zusammenarbeit folgen konnte, ist nicht zuletzt dem HC Erlangen zu verdanken. „Da gibt es große Umstrukturierungen beim Jugend-Bundesligateam, und dabei wird nicht mehr mit mir geplant“, erklärt Bracher. „Das ist schade, denn bisher haben wir immer besser abgeschnitten, als es die Experten erwartet hatten.“

    Zur Person:
    Mathias Bracher ging aus dem Nachwuchs von Tuspo Nürnberg hervor und debütierte 1983 für seinen Heimatverein in der Bundesliga. Nach dem Ende der aktiven Zeit beim Regionalligisten HG Erlangen begann seine Trainerlaufbahn im Jahr 2000 beim VfB Forchheim (Regionalliga). 2003 wechselte er zum Zweitligisten HC Erlangen, wo er schon im Januar 2004 vom Assistenten zum Cheftrainer aufrückte. Nach dem Abstieg blieb Bracher auch in der Regionalliga im Amt, bis er 2007 den Posten des Jugendkoordinators übernahm.

    Quelle: Nordbayerischer Kurier