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    Bayernliga-Quali: HaSpo-Teams reisen nach Burghausen, Altenerding, Ansbach und Röthenbach

    10.03.2010

    Wer für die erste Runde der Bayernliga-Quali für die Saison 2010/11 am 17./18. April keine freie Halle hat, der muss eben reisen – manchmal sehr weit reisen. Darüber waren sich die vier HaSpo-Mannschaften, die für die Qualifikation gemeldet wurden (männliche A-, B- und C-Jugend sowie die weibliche A-Jugend), durchaus im Klaren. Und zwei dieser Teams müssen im Flächenstaat Bayern nun wirklich weit reisen.
    Besonders gilt dieses für die männliche A-Jugend, die an die österreichische Grenze ins mindestens 300 km entfernte Burghausen reisen muss. Aber die männliche B-Jugend ist auch nicht zu beneiden, denn ihr Turnier ist 250 km entfernt und findet im oberbayerischen Altenerding statt, nordöstlich von München.
    So gesehen ziemlich komfortabel haben es dagegen die beiden anderen HaSpo-Teams, die beide in Franken bleiben können.Vergleichsweise milde 140 km entfernt tritt die männliche C-Jugend in der mittelfränkischen Bezirkshauptstadt Ansbach an. Und regelrecht bequem ist die Anreise für die HaSpo-Girls, die nach Röthenbach müssen und eine knappe Stunde Fahrzeit in die Nürnberger Peripherie einkalkulieren müssen.
    Aber die manchmal kräftezehrende Anfahrt ist das Eine, die sportliche Aussicht, die nächste Runde zu erreichen oder – was für die männliche C-Jugend gilt – durch einen Turniersieg direkt in die Bayernliga zu gelangen, das Andere.
    Die besten Chancen hat wohl am 17. April die männliche C-Jugend, ein junges, fast zur Hälfte aus D-Jugendlichen bestehendes Team, das vor einem Jahr den Sprung in die Bayernliga-Nord geschaftt hat. Zwar ziert man jetzt das Tabellenende, kann aber die Bayernliga-Erfahrung in die Waagschale werfen.
    Zu den 15 anderen Bayernliga-Aspiranten gehört die ausrichtende HG Ansbach, die in der Bezirksoberliga Mittelfranken derzeit auf dem 4. Rang anzutreffen ist. Einen Platz besser, nämlich Dritter in der ostbayerischen Bezirksoberliga ist der TV 77 Lauf. Und ein Fragezeichen muss man hinter den vierten Turnierteilnehmer setzen, denn der SV Michelfeld ist in der unterfränkischen D-Jugend-Bezirksliga im Mittelfeld anzutreffen und insofern der Gang in die Bayernliga-Quali zumindest ein riesiges Wagnis. Aber Michelfeld ist ein Stadtteil von Marktsteft und nicht auszuschließen ist, dass Spieler der HG Marktsteft/Rödelsee jetzt für den SV antreten – man wird es sehen. Jedenfalls qualifiziert sich der Turniersieger direkt für für die Bayernliga Nord, was immerhin ein reizvolles Ziel für das ambitionierte HaSpo-Team ist.
    Mit ganz andere Kalibern hat es die männliche A-Jugend von HaSpo am 18 April in Burghausen zu tun: Drei gestandene Landesligisten und eine weitere Fragezeichen-Mannschaften streiten sich um die Turnierplätze 1 bis 3, die das Weiterkommen in die 2. Runde bedeuten würden. Insgesamt haben hier 48 Mannschaften gemeldet und Chancen auf einen Bayernligaplatz haben nur die, die die dritte und abschließende Runde erreichen.
    Stärkster Brocken dürftenn hier die Oberbayern vom TSV Ebersberg sein, derenjetzigee A-Jugend aktueller Tabellenführer der Landesliga Süd-Ost ist und deren B-Jugend im Mittelfeld der entsprechenden Landesliga dieser Altersklasse anzutreffen ist. Und auf keinen Fall unterschätzen darf man den TV Gundeslfingen, der mit seiner derzeitigen A-Jugend die wenigsten Verlustpunkte in der Landesliga Nord-West aufweist und aktueller Zweiter ist. Und natürlich muss man den Gastgeber selbst beachten, der nach dem Chemiekonzern benannte SV Wacker Burghausen spielt mit seiner B-Jugend in der Landesliga Süd-Ost und liegt dort komfortabel auf dem 3. Platz. Die Fragezeichen-Mannschaft ist hier der TV Coburg-Neuses, der für diese Saison nur Mannschaften in viel jüngeren Altersklassen gemeldet hat. Aber da es ein offenes Geheimnis ist, dass in der Vestestadt nicht alle Kooperationsvereine des dominierenden HSC 2000 Coburg mit der Situation zufrieden sind, wird sich wohl die Mannschaft des Traditionsvereins TV Coburg-Neuses aus Jugendlichen bilden, die bislang den Ball für den HSC 2000 geworfen haben. Man darf gespannt sein, wie sich die HaSpos in diesem Feld arrivierter Vereine schlagen werden.
    Nicht minder schwer wird es am 17. April die männliche B-Jugend in Altenerding haben. Die gastgebende Spielvereinigung spielt nämlich schon in der B-Jugend-Bayernliga und belegt dort einen respektablen 5. Platz. Eine Liga darunter, nämlich in der Landesliga Süd-Ost, hat sich der SV DJK Taufkirchen etabliert und liegt dort auf dem 2. Tabellenplatz. Und die HG Hemau/Beratzhausen hat sich in der Landesliga Nord der C-Jugend einen dritten Tabellenrang in der Endabrechnung erkämpft und muss deshalb auch Ernst genommen werden.
    43 Mannschaften haben für die Bayernligaqualifikation in der männlichen B-Jugend gemeldet, und hier wie in der A-Jugend gilt, dass nur das Erreichen der dritten Runde Anfang Juni die Chance auf eines der begehrten Bayernliga-Tickets eröffnet. Beim Turnier in Altenerding müssen die HaSpos mindestens Dritte werden, um die nächste Runde zu erreichen. Das dürfte ein realistisches Ziel sein.
    Gute Chancen, die nächste Runde zu erreichen, sollte auch die weibliche A-Jugend von HaSpo in Röthenbach haben. In dieser Altersklasse haben insgesamt 22 Mannschaften aus ganz Bayern gemeldet und auch hier gilt, dass nur das Erreichen der dritten Runde die Chance auf einen der acht Bayernligaplätze eröffnet.
    Eine Nummer zu groß für alle anderen Qualifikationsaspiranten dürfte in Röthenbach das Team des 1. FC Nürnberg 09 sein. Denn die Nürnbergerinnen, die glücklicherweise aus der Konkursmasse des ehemaligen Bundesligisten durch die Gründung des neuen Vereins gerettet werden konnten, spielen derzeit bereits in der A- wie auch in der B-Jugend der Bayernliga. Dort, in der B-Jugend, spielen zwar auch die HaSpo-Girls, aber eben nicht zu erfolgreichen wie die Nürnbergerinnen.
    Alte Bekannte aus früheren Landesligazeiten sind die Mädels des gastgebenden TSV. Die ließen damals in Röthenbach den HaSpos keine Chance, mussten aber in Bayreuth die Überlegenheit des Teams von Trainer Hans-Peter Oertel anerkennen. Das könnte dann ein Duell auf Augenhöhe werden, denn die Röthenbacherinnen liegen derzeit in der A-Jugend Landesliga Mitte auf einem sehr guten 2. Platz, sind aber nach Verlustpunkten Dritte oder Vierte.
    Die anderen beiden Mannschaften in dem 5er-Feld kommen aus der Landesliga Süd-West. Der TV Peißenberg belegt dort derzeit den 5. Platz direkt vor dem TSV Friedberg als weiterem Turnierteilnehmer. Da nur der Letzte ausscheidet und dann in der Landesligaqualifikation weiterspielen darf, sollten die HaSpo-Girls gute Chancen haben, die zweite Runde zu erreichen, die Anfang Mai stattfinden wird.
    In der zweiten Runde steht dann die Halle des Schulzentrums Ost wieder zur Verfügung, und bei ein wenig Losglück sollte eins der HaSpo-Teams dann Turnier-Ausrichter werden können. Bei HaSpo hofft man das jedenfalls.