• Damen
  • Herren
  • Jugend
  • Shop
  • Spielplan (Wochenende)

    Bayernliga-Quali: ein Tor fehlte der wB zur Bayernliga – auch mC in der 3. Runde

    10.05.2009

    Bayernliga-Quali: ein Tor fehlte der wB zur Bayernliga – auch mC in der 3. Runde
    Manchmal geht es wirklich messerscharf zu bei den Qualifikationen, entscheidet ein einziges Tor darüber, ob man sich qualifiziert oder maßlos enttäuscht sein muss und seine Chance dann in der alles entscheidenden 3. Runde suchen muss.
    So erging es heute (10. Mai) beim Turnier in Rödental den HaSpo-Girls der weiblichen B-Jugend. Bis zum 10:10 und drei Minuten vor Schluss waren die Mädchen von Trainer Hans-Peter Oertel auf Augenhöhe mit dem späteren Turniersieger TSV Cadolzburg, hatte bis dahin keine Mannschaft mehr als ein Tor Vorsprung herausspielen können; doch dann ein leichtsinniger HaSpo-Abspielfehler bei der erneuten Führung der Mittelfränkinnen, schneller Gegenangriff, dann eine unbedachte Abwehraktion, die der danach vollkommen niedergeschlagenen Lisa Haberkorn eine Rote Karte einbringt, Strafwurf zum 12:10 und nur noch eine Ergebnisverbesserung zum 12:11 Endstand – die direkte Bayernliga-Qualifikation damit außer Reichweite. Aber da die tapferen, aber insgesamt unterlegenen Gastgeberinnen der SG Rödental kein Spiel gewinnen konnten, war zumindest die dritte Quali-Runde erreicht, die die Möglichkeit offen lässt, das Bayernliga-Ziel doch noch zu erreichen - oder aber in der nächsten Saison wieder in der Landesliga zu spielen.
    Cleverstes Team war das des TSV Cadolzburg, das erst die höher eingeschätzten Mädels der TG Landshut in einem packenden Endkampf vier Sekunden vor Schluss mit 17:16 bezwang und mit dem knappen Sieg über die „HaSpo-Schnecken“ schon alles klar machten.
    Das HaSpo-Spiel erwies sich an diesem Tag wie das Wetter draußen: mal Regen, mal Sonne, immer schön abwechselnd. Gegen die Rödentalerinnen kam das Oertel-Team in der ersten Hälfte überhaupt nicht in Schwung, war unkonzentriert im Angriff und viel zu offen in der Abwehr. Ein ernüchterndes 8:8 zur Halbzeit war die Folge. Wie ausgewechselt spielte das Team zu Beginn der zweiten Hälfte. Vier Tore in Folge zum 12:8 klärten das Kräfteverhältnis, wobei das Spiel keinesfalls besser wurde, aber die Abwehr nun sicherer stand und Ballgewinne zu schnellen Gegenangriffen genutzt werden konnten. Am keinesfalls glänzenden 19:16-Sieg war jedenfalls nicht mehr zu rütteln.
    Nach der unglücklichen Niederlage gegen Cadolzburg und einem Kantersieg der Niederbayerinnen aus Landshut gegen die nun überforderten Gastgeberinnen war klar, dass das Spiel zwischen den HaSpo-Girls und den ambitionierten Landshuterinnen nur noch über den zweiten oder dritten Platz entscheiden konnte. Die Niederbayerinnen starteten konzentriert und setzten sich nach dem 2:2 kontinuierlich bis zum Pausenstand von 11:7 ab. Wieder war mehr Schatten als Sonnenschein beim Oertel-Team zu sehen, wobei anzumerken ist, dass zunächst drei Spielerinnen der ersten sieben auf der Bank Platz nehmen mussten. Jedenfalls fehlte das Feuer im HaSpo-Spiel, schien die Motivation weg zu sein.
    Angefeuert von zwei Handvoll mitgereister HaSpo-Fans schien die Mannschaft in der zweiten Hälfte wie umgewandelt und deutlich beflügelt, warfen anfangs sechs Tore in Folge und überliefen die immer schwächer werdenden Landshuterinnen ein ums andere Mal. Die hatten allerdings das vorherige Spiel gegen Rödental in den immer schwerer werdenden Beinen und verloren gegen die nun wie befreit aufspielenden HaSpo-Girls zunehmend die spielerische Linie. Mit beeindruckenden 13:3 Toren gewann die Oertel-Truppe die zweite Hälfte und am Ende das Spiel mit 20:14.
    Auch wenn das insgeheim erhoffte Ziel nicht erreicht werden konnte, lobte Trainer Oertel seine Mannschaft für den Einsatzwillen und – unterm Strich – für die gezeigte Leistung. Auffällig war jedenfalls, dass Neuzugang Janice Radtke ein echter und der wartete Gewinn ist und sich immer besser in das HaSpo-Spiel einfindet.
    Beide Mannschaften nun noch die Chance, sich vermutlich am 24. Mai doch noch für die Bayernliga zu qualifizieren. Dazu ist ein erster oder zweiter Platz bei zwei Turnieren mit je vier Mannschaften nötig. Das Bewerberfeld ist allerdings erlesen: neben HaSpo und den Landshuterinnen gehören 1. FC Nürnberg Handball, HCD Gröbenzell, MTV Stadeln, TSV Schwabmünchen, HC Erlangen und als zweites oberfränkisches Team die HG Kunstadt, die ihr eigenes Turnier auf dem dritten Platz abschlossen, dazu. Bereits qualifiziert für die Bayernliga sind die vier Turniersieger TSV Cadolzburg, TSV Ismaning, TSV Haunstetten und die HSG Würm-Mitte.
    Die HaSpo Girls spielten mit (in Klammern die Gesamttore sowie die Tore in den einzelnen Spielen – SG Rödental, TSV Cadolzburg, TG Landshut):
    Carolin Grotjahn – Anna Bauer (12 / 2 – 4 -6); Sophie Opel (1/ 1 – 0 – 0), Gabriele Obermeyer, Simone Zang (2/ 1- 0 – 1)Friederike Pfeifer, Julia Fischer (10/ 3 – 5 – 2), Lia Hägler (6/ 0 – 1 – 5), Britte Willacker (6/3/ 6/3 – 0 – 0), Kim Elschner (4/ 2 – 0 – 2), Lisa Haberkorn (1/ 0 – 0 – 1), Janice Radtke (7/ 3 – 1 – 3)

    Ein Sieg gegen die Unterfranken aus Münnerstadt reichte der männlichen C-Jugend bei ihrem Turnier in Neutraubling, um ebenfalls in die dritte Runde der Qualifikation zur Bayernliga Nord einzuziehen. Die Teilnahme an der Landesliga ist jetzt schon sicher.
    Das zu gut zur Hälfte aus D-Jugendlichen bestehende Team der jungen Newcomer-Trainer Julian Ruckdäschel und Michael Neumaier schlug sich ersetzgeschwächt außerordentlich wacker, unterlag im ersten Spiel den Gastgebern aus Neutraubling nur knapp mit 15:14, mussten jedoch gegen die Turniersieger aus Waldbüttelbrunn eine 22:17-Niederlage hinnehmen.