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    Vorgänger löst seine Nachfolger ab

    22.02.2020

    Mathias Bracher kehrt für die kommende Saison als Trainer zu Haspo Bayreuth zurück

    Von Eberhard Spaeth

    Trainerwechsel beim Tabellenführer – das allein ist schon keine ganz alltägliche Meldung. Und wenn dann auch noch der Vorgänger des amtierenden Trainergespanns zurückkehrt, ist es doppelt bemerkenswert: Mathias Bracher übernimmt in der kommenden Saison wieder das Traineramt bei den Bayernliga-Männern von Haspo Bayreuth, das er 2016 nach dreijähriger Tätigkeit an Michael Werner und Marc Brückner abgegeben hatte. Dieses gleichermaßen bewährte wie beliebte Duo sieht sich aus beruflichen und familiären Gründen nicht mehr in der Lage, die Arbeit mit dem bisherigen Aufwand fortzuführen. „Wir können nicht mehr die hundert Prozent geben, die wir von unseren Jungs immer fordern – das wäre nicht fair“, erklärt Werner. Und Brückner ergänzt: „Die Arbeit liegt uns so am Herzen, dass wir sie nie freiwillig aufgegeben hätten, wenn es irgendwie machbar gewesen wäre.“

    Nach dieser Entscheidung des gleichberechtigten Gespanns stand bei Haspo sofort Mathias Bracher „ganz klar an Nummer eins auf der Wunschliste“, sagt Vorsitzender Andreas Berghammer über den aus Nürnberg stammenden 58-jährigen früheren Bundesligaspieler mit A-Lizenz, der vor und nach seiner Bayreuther Zeit beim HC Erlangen in der Nachwuchsarbeit tätig war. „Wir wissen, wie er als Mensch tickt, und er weiß, wie unser Verein tickt.“ Er sei „traurig darüber, dass ein Wechsel nötig wurde, aber nun sehr froh darüber, dass wir diese Lösung dafür gefunden haben.“

    Diese Stimmungslage entspricht ziemlich genau jener der beiden scheidenden Haspo-Trainer. „Es wird ein Abschied im Guten und mit Wehmut“, sagt Michael Werner. „Ich bin glücklich und froh, dass wir so lange mit diesen tollen Jungs arbeiten durften. Das letzte Training und das letzte Spiel werden aber sicher emotional noch mal hart.“ Brückner betont das Bemühen um einen gleitenden Übergang, in den die amtierenden Trainer auch einbezogen wurden und werden: „Wir möchten, dass Bewährtes erhalten bleibt und neue Ideen dazu kommen.“

    Die familiäre Atmosphäre im Verein war auch für Mathias Bracher ein Argument zum erneuten Umdenken, nachdem er sein Engagement in Bayreuth vor vier Jahren nicht zuletzt wegen des Aufwands beendet hatte: „Diese besondere Art hat mir immer gefallen. Deswegen habe ich mich über den Anruf von Andreas Berghammer auch sofort gefreut – auch wenn ich dann doch noch überlegen musste.“ Man habe ihm „ans Herz gelegt“, auf der Entwicklung des Teams in den letzen Jahren aufzubauen, beispielsweise im Hinblick auf das außergewöhnlich offensive Abwehrsystem: „Wenn das gut gespielt wird, macht es das für den Gegner schon schwer. Es gibt also keinen Grund, das einzustampfen.“ Zum nahtlosen Übergang kann Nicolas Cudd beitragen. Der aktuelle A-Jugend-Trainer wird Bracher assistieren und insbesondere seine Fachkenntnisse im Torwarttraining einbringen.


    Nordbayerischer Kurier vom Samstag, 22. Februar 2020, Seite 25