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    Dramatische Schlussphase im Gipfeltreffen

    18.12.2018

    DJK Waldbüttelbrunn nimmt Bayernliga-Spitzenreiter HSC Bad Neustadt beim 24:24 den ersten Punkt ab

    Die Tabellensituation im Titelrennen der Herren-Bayernliga bleibt nach dem Hinrundenfinale höchst spannend. Verantwortlich dafür war die DJK Waldbüttelbrunn (2.), die im Gipfeltreffen beim hoch favorisierten Spitzenreiter HSC Bad Neustadt ein 24:24 erreichte und den Saalestädtern vor der bis 26./27. Januar dauernden Weltmeisterschaftspause damit den ersten Punktverlust bescherte.

    Das Treffen der beiden führenden und bislang dominierenden Mannschaften zwischen dem gastgebenden HSC (Gerr 7 Tore, Drude 6) und der bislang nur von Haspo Bayreuth geschlagenen DJK Waldbüttelbrunn (Kwiatkowski 7/davon ein Siebenmeter) hielt, was es im Vornherein versprochen hatte. In der bis zum Schluss dramatischen Begegnung lieferte Waldbüttelbrunn dem Meisterschaftsfavoriten ein Duell auf Augenhöhe und lag nach dem 4:5-Start (9.) in der ersten Halbzeit ab dem 6:5 (11.) durchgehend in Front. Über 11:8 (22.) bis zum 13:10 (28.) wirkte die DJK-Führung dabei sogar souverän, wobei vor allem Rechtsaußen Nils Kwiatkowski im Abschluss immer wieder nervenstark blieb.

    Im zweiten Durchgang hatte der HSC beim 15:14 (37.) aber zu schnell die Wende geschafft. Bad Neustadt wirkte nun noch fokussierter, und nach dem zwischenzeitlichen 19:19 (45.) zog der Gastgeber scheinbar vorentscheidend auf 22:19 (50.) und 23:20 (56.) davon. Doch wie schon in Bayreuth bekam Bad Neustadt erneut das Nervenflattern. 2:40 Minuten vor dem Ende traf der HSC noch zum 24:21, ehe dann nichts mehr gelang. 36 Sekunden vor Schluss nahm HSC-Trainer Chrischa Hannawald, der nach seiner Schiedsrichterbeleidigung aus dem Bayreuth-Spiel unverständlicherweise nicht gesperrt war, eine Auszeit, doch auch das half nichts mehr. Zwei Ballgewinne später schaffte der Gast dann mit Ablauf der Uhr und innerhalb von nur 19 Sekunden doch noch die große Sensation durch Kreisläufer Tobias Glöggler zum umjubelten 24:24-Unentschieden.

    Ein ähnliches Herzschlagfinale lieferten sich derweil auch zwei Mannschaften im Tabellenkeller. Der gastgebende TSV Lohr (Zeleny 8/4, J. Schmitt 5) sicherte sich dabei gegen den TSV Rothenburg (Skaramuca 10/2, Schemm, Jasarevic je 5) mit einem 25:24 (12:8)-Krimisieg extrem wichtige Punkte im Abstiegskampf und rückte als Tabellenzwölfter bis auf zwei Punkte an die Gäste (10.) heran. Dabei schien sich für die Spessarthandballer beim 9:5 (24.) und vor allem beim 22:17 (46.) ein ruhiger Abend anzubahnen. Auch als Ferdinand Schmitt dann zum 24:20 (51.) traf, deutete noch recht wenig auf ein Herzschlagfinale hin, ehe dem kommenden Gastgeber von Haspo Bayreuth (Samstag, 26. Januar, 19.30 Uhr) fast nichts mehr gelingen wollte. Der starke Rothenburger Rückraumlinks Ivan Skaramuca verkürzte auf 23:24 (56.) und Nedim Jasarevic 109 Sekunden vor dem Ende auf 24:25. Der Rest war Kampf pur mit dem glücklicheren Ende für die Unterfranken.

    Dachaus Damen kampflos zum Halbzeittitel

    In der Damen-Bayernliga wahrte der ASV Dachau die blütenweiße Weste zur Winterpause und kam kampflos zum Herbsttitel. Gastgeber TSV Haunstetten II musste nämlich kurzfristig absagen, und so ging die Wertung automatisch an den Spitzenreiter. Doch auch die Konkurrenz aus Zirndorf (2.) und Erlangen (3.) hatte keine Probleme am letzten Hinrundenspieltag. Die HG Zirndorf (Matlok, Raab je 6) fegte mit 32:23 (14:9) sogar überraschend deutlich über die eigentlich als unangenehm eingestuften Gäste von der SG Mintraching/Neutraubling (Bauer 4) hinweg. Der HC Erlangen (Bissel 6, Reuthal, Pack je 5) hatte beim 27:23 (13:11) gegen den Tabellenachten TSV Ismaning (Frank 5) zwar weitaus mehr Mühe, der Erfolg war aber nie wirklich gefährdet.berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 18. Dezember 2018, Seite 28