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  • Spitzenreiter siegt weiter

    24.10.2017

    Brucker bestätigen gegen Waldbüttelbrunn ihre Topform

    Neben dem Tabellenzweiten Haspo Bayreuth (25:23 gegen Friedberg) zählte Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck zu den großen Gewinner des zurückliegenden Bayernliga-Spieltags. Das Überraschungsteam feierte gegen die bis dahin noch ungeschlagene DJK Waldbüttelbrunn (5.) mit 28:26 einen weiteren Sieg gegen einen Mitkonkurrenten im Meisterschaftskampf. Ebenfalls für großes Aufsehen sorgt weiterhin der TSV Lohr (4.), der sich mit 24:22 zu Hause gegen den VfL Günzburg (3.) durchsetzte.

    Eigentlich wartete man nur auf den ersten Ausrutscher des immer noch verlustpunktfreien TV Erlangen-Bruck (Meyer 9/5 Tore). Die hoch eingeschätzte DJK Waldbüttelbrunn (Tendera 6, Feitz 6/2) wurde aber von den Erlangern nach dem ausgeglichenen Start (2:2) bis zum 14:8 (22.) fast schwindlig gespielt. Dabei merkte man dem kommenden Haspo-Gastgeber aus Waldbüttelbrunn (Samstag, 19.30 Uhr) deutlich das verletzungsbedingte Fehlen Julian Stumpf im rechten Rückraum an, der mit einer Schulterverletzung wohl auch gegen Haspo fehlen wird. Erlangen-Bruck war hingegen mit seinen trickreichen und schnellen Rückraumspielern um Steffan Meyer und Philipp Hirning (4) selbst von der körperlich überlegenen DJK-Abwehr nicht aufzuhalten. Erst kurz vor der Halbzeit ließ der Gast sein Können deutlicher aufblitzen. Mit ihrem Rückraumspielern Lukas Tendera und Markus Kirchner kam die DJK wieder heran. Beim 22:20 (46.) schien sich eine Wende abzuzeichnen. Selbst ein kurzer Erlanger Zwischenspurt auf 24:20 (52.) ließ die DJK nun kalt, und beim 25:25 (57.) war das Herzschlagfinale eingeläutet. Mit viel Selbstvertrauen reagierten die Hausherren dann beim 27:26 23 Sekunden vor Schluss. Obwohl man in Unterzahl spielen musste, gelang sieben Sekunden vor Schluss die Entscheidung, und so wahrten die Brucker ihre weiße Weste.

    Den TSV Lohr (Zeleny 8/6) und den VfL Günzburg (Knittl 5) hatte man vor der Saison kaum im Spitzenfeld der Liga erwartet, nachdem beide Mannschaften im vergangenen Jahr lange Zeit sogar um den Klassenverbleib zittern mussten. Im direkten Aufeinandertreffen erwischte Lohr mit dem 5:1 (9.) gleich einen Sahnestart. Günzburg blieb vor der gewohnt lautstarken Lohrer Kulisse aber unbeeindruckt und war beim 9:8 (22.) sogar erstmals in Führung. Bis zur 36. Minute hagelte es dann aber vier Zeitstrafen für die Gäste. Und so zog der Gastgeber wieder auf 14:11 davon. Günzburg kämpfte sich aber auch aus diesem Tal heraus und legte einen 6:0-Lauf zum 14:17 (42.) hin. Angetrieben vom nervenstarken Bohuslav Zeleny egalisierte Lohr diesen Rückstand beim 19:19 (48.) aber schnell wieder und gab den 22:20-Vorsprung (52.) bis zum 24:22-Endstand nicht mehr ab.

    Zwei faustdicke Überraschungen in der Damen- Bayernliga

    In der Damen-Bayernliga hatte der kommende Haspo-Gastgeber und Tabellenführer ASV Dachau spielfrei. Dafür hielten zwei andere Spiele faustdicke Überraschungen bereit. So verlor der Drittliga-Mitabsteiger HG Zirndorf (Schmidt 5) sein Heimspiel gegen das bis dahin noch punktlose Schlusslicht SG Schwabach/Roth (Schmidpeter 6/1) aufgrund eines verworfenen Siebenmeters in der Schlusssekunde knapp mit 23:24 (11:10). Vor allem in der Höhe überraschend war der Patzer des letzte Woche gegen Haspo noch so stark aufgetretenen TSV Ottobeuren (Keßler 12/6, Eckermann 6). Bei Mintraching/Neutraubling (Stöhr 8, Bauer 6) unterlag man nämlich chancenlos mit 22:32 (7:14). Die Gastgeberinnen stehen hingegen nach einem unerwartet starken Start mit 9:3 Punkten auf Platz drei der Tabelle. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 24. Oktober 2017, Seite 29