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  • Abschied des Topscorers

    04.04.2017

    Paul Saborowski wechselt nach der Saison zum Drittligisten Eintracht Hagen

    Am Ende der laufenden Saison in der Herren-Bayernliga muss Haspo Bayreuth einen herben Verlust hinnehmen: Paul Saborowski wechselt zum derzeitigen Tabellenzweiten der 3. Bundesliga West, Eintracht Hagen.

    Der Linkshänder, der momentan mit 133 Treffern aus 21 Spielen nicht nur Haspo-Topscorer ist, sondern sogar gleichauf mit Maximilian Lux (HC Erlangen II) die Torschützenliste der Bayernliga anführt, durchlief in Bayreuth von der F- bis zur A-Jugend alle Nachwuchsmannschaften. Entsprechend schwer fällt dem 19-Jährigen der Abschied von seinem Heimatverein: „Ich bin Haspo für einfach alles unglaublich dankbar. Das ist einfach ein Verein, den es auf der Welt vermutlich kein zweites Mal gibt.“ Der gelernte Rechtsaußen, der sich in letzter Zeit mehr und mehr im rechten Rückraum etabliert hat, steht nun aber vor einem neuen Lebensabschnitt: „In erster Linie wollte ich unbedingt in Bochum studieren und habe mir daher einen ambitionierten Handballverein in der Umgebung gesucht.“

    Nach einem Probetraining in Hagen schlug die Drittligaspitzenmannschaft dann auch umgehend zu und verpflichtete das talentierte Haspo-Eigengewächs. „Wir bekommen einen sehr lernwilligen und bodenständigen Spieler dazu, der als Führender der Torschützenliste bereits in jungen Jahren etwas vorzuweisen hat und im Probetraining überzeugt hat“, freut sich Hagens Sportdirektor Michael Stock auf der vereinseigenen Homepage.

    Weniger erfreut war logischerweise Haspo-Trainer Michael Werner vom Wechsel seines Youngsters: „Mit Paul verlieren wir nicht nur auf dem Feld einen absoluten Leistungsträger, sondern auch abseits des Handballs wird er nur schwer zu ersetzen sein.“ Doch auch Michael Werner sieht den Wechsel als logischen Schritt an: „Paul zieht es aus Studiengründen nach Bochum, und dann liegt es nahe, sich dort einen Verein zu suchen, der ihn auch sportlich weiterbringen kann.“

    Aktuell liegt Eintracht Hagen in der ersten Saison nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga auf dem zweiten Platz in der 3. Liga West. Der sofortige Wiederaufstieg wird nach der jüngsten 29:30-Niederlage bei der zweiten Mannschaft des Bundesligisten TBV Lemgo allerdings kaum noch möglich sein, denn Spitzenreiter Neusser HV hat erst einen Minuspunkt auf dem Konto und einen Vorsprung von sechs Punkten bei nur noch vier ausstehenden Spielen.berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 4. April 2017, Seite 29