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    Sulzbacher Lebenszeichen

    22.03.2016

    Nächster Haspo-Gegner Anzing verliert beim Drittletzten deutlich / Allach steigt ab

    Fünf Spieltage vor Saisonende in der Herren-Bayernliga liefern das Rennen gegen den dritten Abstiegsplatz und ein Vierkampf um Platz zwei Spannung. Hingegen ist der HSC Coburg II nach dem 27:27 in Haunstetten bei fünf Punkten Vorsprung schon fast sicher Meister. Im Tabellenkeller gab der fast schon abgeschriebene HC Sulzbach mit einem fulminanten 33:25 (14:12)-Heimsieg gegen den SV Anzing ein deutliches Lebenszeichen. Allerdings war der Erfolg teuer erkauft, denn Spielmacher Daniel Luber brach sich kurz vor der Pause den Arm.

    Umso erstaunlicher war die Reaktion der Sulzbacher (Smolik 7/3, Forster 5), die nach dem 14:14 (35.) richtig durchstarteten. Angetrieben vom wie aufgedreht spielenden Ex-Bayreuther Florian Funke (11 Tore), führte der Gastgeber nach einer bemerkenswerten 15:5-Serie mit 29:19. Den Gästen aus Oberbayern (Ruckdäschel 6) blieben nur noch Ergebniskosmetik und die Erkenntnis von Trainer Müller, dass man „das schlechteste Spiel in dieser Saison“ abgeliefert hatte. Somit dürfte Anzing nach der Osterpause im Heimspiel gegen Haspo Bayreuth (2. April, 18 Uhr) wohl auf Wiedergutmachung aus sein.

    Durch den Sulzbacher Sieg stand der TSV Unterhaching noch mehr unter Druck, als er einen Tag später bei der SG Rimpar II antreten musste. Doch die Oberbayern (Batzer 8/3, Kottmeir 6) waren dem Siegzwang trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Thomas Schibschid, Skander Bouasker und Wilhelm Becker gewachsen und gewannen 28:27 (14:14).

    Von Beginn an war es ein spannendes Spiel, in dem die Zweitliga-Reserve (Siegler 7/3, Keidel 6) auf einige in der ersten Mannschaft eingesetzte Leistungsträger verzichten musste. Nach häufigem Führungswechsel in der ersten Halbzeit wurde die Münchner Abwehr zum Bollwerk und legte den Grundstein für eine 24:19-Führung (49.). Auch eine Manndeckung gegen Spielmacher Martin Dauhrer brachte die Gäste dann nicht mehr entscheidend aus dem Konzept. Der Anschlusstreffer der Gastgeber fiel erst fünf Sekunden vor Schluss.

    Nachdem der TuS Fürstenfeldbruck II schon letzte Woche den Abstiegskampf verloren hatte, riss er nun seinen Mitaufsteiger TSV Allach mit in den Abgrund. Nach der 27:28-Niederlage im Kellerduell ist auch der Tabellenvorletzte nicht mehr zu retten.

    Einen Riesenschritt Richtung Vizemeisterschaft machte HC Erlangen II mit dem 24:21 (12:10)-Sieg gegen den TSV Friedberg (5.). Dabei entpuppte sich die Zweitliga-Reserve (Schletterer 5/1) für die Augsburger (Abstreiter 7) schlichtweg als zu stark. Entscheidend war, dass der TSV gegen die starke Erlanger Abwehr nur selten zum Zug kam. „Die Jungs haben alles gegeben, ich mache ihnen keinen Vorwurf“, sagte Trainer Manuel Vilchez-Moreno. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 22. März 2016, Seite 29